Unerwartete Hürde

Aldi Süd-Zentrale in Salzburg: VfGH hob Bebauungspläne auf

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Die Baubewilligung fällt weg - es ist unklar, welche Folgen das für das Projekt und die Stadt Salzburg hat.
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Die Hofer-Mutter Aldi Süd errichtet in der Stadt Salzburg eine neue Zentrale für ihr internationales Geschäft. Ein erster Gebäudeteil ist seit April in Betrieb, beim Bau des zweiten Teils ist nun aber eine unerwartete Hürde aufgetreten. Wie die "Salzburger Nachrichten" berichten, hat der Verfassungsgerichtshof (VfGH) zwei Bebauungspläne aufgehoben. Damit fällt die erteilte Baubewilligung für die Bürobauten nachträglich weg. Was das für Folgen hat, ist noch nicht klar.

Wie die Stadt am Donnerstag in einer Aussendung informierte, sei für den Verfassungsgerichtshof im Verordnungsverfahren den Anforderungen an Grundlagenforschung, fachlicher Begründung und Abwägung mit Nachbarinteressen nicht ausreichend entsprochen worden. Konkret hat sich laut "Salzburger Nachrichten" eine Anrainer-Firma beschwert, die in der Nachbarschaft der Aldi-Zentrale eine große Vorbereitungsküche für ihre Lokale betreibt. Kritisiert wurden die massive Erhöhung der Bebauungsdichte, die Gebäudehöhe von 24 Metern und die Abstände zu Verkehrsflächen, die als zu gering gesehen wurden.

Gespräche mit Aldi kommende Woche

Wie die Stadt betonte, sei die Aufhebung überraschend gekommen. Schließlich handle es sich um eine Liegenschaft in einem Gewerbeschwerpunkt. Nun soll gemeinsam mit Aldi Süd die weitere Vorgangsweise erörtert werden. Dazu sollen nächste Woche erste Gespräche stattfinden. Die Bebauungspläne für den zweiten Teil der Konzernzentrale waren im Februar 2024 bzw. im Februar 2025 von Gemeinderat bzw. Stadtsenat beschlossen worden, am Areal liefen zuletzt Vorarbeiten für den Bau des zweiten Gebäudeteils. Aldi Süd investiert in den Neubau in Salzburg eigenen Angaben zufolge einen hohen zweistelligen Millionenbetrag. Die Firmenzentrale versammelt jene 1.200 Mitarbeiter, die zuletzt auf sieben verschiedene Bürostandorte in Salzburg verteilt sind, an einem Ort. Von Salzburg aus managt die Hofer-Mutter den weltweiten Einkauf, Finanzen, Recht, Lieferketten und Nachhaltigkeit.