Weiterer Knast-Mord
Alles gefilmt: Doppelmörder tötete Mithäftling mit Buttermesser
Im Fall der brutalen Bluttat im Forensisch Therapeutischen Zentrum (FTZ) Garsten kommen immer mehr Details ans Licht. Die brutale Attacke des Doppelmörders, einem 63-jährigen Iraker, im Gefängnissgang soll von einer Kamera aufgenommen worden sein. Die Bilder zeigen den dramatischen Ablauf – allerdings ohne Ton.
Gegen 15 Uhr kam es zum Angriff. Der 63-Jährige soll mehrmals auf den Oberkörper des 40-Jährigen eingestochen haben. Das Opfer ging kurz darauf zu Boden. Justizwachebeamte eilten zum Ort des Geschehens und starteten sofort mit der Reanimation. Doch jede Hilfe kam zu spät.
Buttermesser als Tatwaffe
Besonders erschütternd: Bei der Tatwaffe soll es sich tatsächlich um ein Buttermesser gehandelt haben. Der 40-Jährige, der bereits seit 2003 wegen eines Sexualdeliktes im Gefängnis sitzt, starb nach mehreren Stichen in den Brustbereich. Die Staatsanwaltschaft Steyr untersucht nun genau, wie es überhaupt in der Unterbringung zu der schrecklichen Eskalation kommen konnte.
Als mögliches Motiv steht derzeit "Behördenfrust" im Raum. Der Verdächtige, für den die Unschuldsvermutung gilt, soll sich von den Behörden nicht ausreichend gehört gefühlt haben. Ob dieser Frust tatsächlich der Auslöser für die Attacke war, müssen die weiteren Ermittlungen zeigen.
Diese Wut habe sich jedoch nicht direkt gegen das Opfer gerichtet, mit diesem habe es keine Streitigkeiten gegeben, so Andreas Pechatschek von der Staatsanwaltschaft Steyr. Bei der Tatwaffe handle es sich um ein Buttermesser, das manipuliert war, "um besser zustechen zu können". Daraus schließen die Ermittler, dass es sich um eine geplante Tat gehandelt hat. Es wird daher wegen Mordes ermittelt.
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Der 63-Jährige hat die Attacke laut Behörden gestanden. Damit stehen die Ermittler vor der nächsten wichtigen Frage: Was geschah unmittelbar vor dem Angriff? Die Überwachungsbilder könnten dabei eine entscheidende Rolle spielen.
Für den Verdächtigen gilt trotz seines Geständnisses die Unschuldsvermutung. Die Staatsanwaltschaft ermittelt weiter. Fest steht schon jetzt: Aus einem offenbar eskalierenden Konflikt wurde im Gefängnis eine tödliche Attacke.