Achtlose Badegäste
Pipi-Alarm: Alte Donau droht zu kippen
Jedes Jahr stürzen sich 1,5 Millionen Menschen in die Alte Donau. Doch der Massenansturm auf die freien Badestellen hinterlässt deutliche Spuren. Vor allem Sonnencreme und Urin belasten das Naturgewässer - nur 20 Prozent der Verschmutzung hingegen stammen von Laub, Wasservögeln und anderen natürlichen Ursachen.
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Besonders problematisch wird es, wenn sich über längere Zeit mehr Stoffe im Wasser sammeln, als das Gewässer von selbst abbauen kann. Dann nämlich droht die Alte Donau zu kippen. Zuletzt war das in den 1990er-Jahren der Fall. Es dauerte Jahre und erforderte großen Aufwand, bis das Gewässer wieder als Badeparadies genutzt werden konnte. "Wir haben naturnahe Gewässer, die halten viel aus. Aber alles, was zu viel hineinkommt und nicht verarbeitet werden kann, das wird gespeichert. Und irgendwann ist es halt zu viel und dann kippt es", so Gerald Loew, Leiter der Abteilung für Wiener Gewässer (MA 45), gegenüber dem ORF.
Auch die zunehmenden Hitzewellen setzen der Alten Donau zu: Sinkende Wasserstände und höhere Temperaturen bringen das empfindliche Gleichgewicht unter Druck. Deshalb wird regelmäßig frisches Wasser aus der Neuen Donau eingeleitet, wodurch der Wasserstand zuletzt wieder um zehn bis 20 Zentimeter ansteigen konnte.