Große Pläne

Ambros gibt als Professor gleich wieder Vollgas

© HBF/Lechner
Am Mittwoch wurde Wolfgang Ambros von Bundespräsident Alexander van der Bellen der Ehrentitel Professor verliehen. Keine 24 Stunden später will er schon wieder auf die Bühne.
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"Ich weiß ja bis jetzt noch nicht, wie ich dazu komme. Ein Professor ist doch jemand, der den Leuten irgendwas beibringt." Wolfgang Ambros wurde am Mittwoch von Bundespräsident Alexander van der Bellen der Ehrentitel "Professor" verliehen. Eine familiäre Zeremonie bei der Van der Bellen verbal den Hut vor Ambros zog („Wenn so eine Legende wie Sie vor einem steht – einer der bedeutendsten österreichischen Musiker der Gegenwart, der Austropop-Vater schlechthin, was geht einem da durch den Kopf? Ganz einfach: „Zwickt’s mi, i man i tram!“) und auch Ambros‘ Ehefrau Uta, Sohn Matthias, Schwiegersohn Leopold sowie Wegbegleiter wie Joesi Prokopetz und die Fiaker Familie Rieger mit dabei waren.

Hier ein Auszug aus der Rede des Bundespräsidenten:

Lieber Wolfgang Ambros,

ja, wenn so eine Legende wie Sie vor einem steht – einer der bedeutendsten österreichischen Musiker der Gegenwart, der Austropop-Vater schlechthin, was geht einem da durch den Kopf? Ganz einfach: "Zwickt’s mi, i man i tram!"

und

Sie haben mit Ihrer Kunst etwas ganz Eigenes geschaffen! Ein Gesamtkunstwert. Ein Kulturgut von bleibendem Wert. Sie selbst haben es eher so beschrieben: „Ich fahr herum und spiel für die Leute und schau, dass sie sich gut unterhalten.“

Ich denke, da ist an beiden Sichtweisen etwas dran. In diesem Sinne walte ich meines Amtes  und tue damit "das Leiwandste, das ma sich nur vorstellen kann", und verleihe Ihnen den Berufstitel "Professor".

Wolfgang Ambros wurde von Bundespräsident Alexander van der Bellen der Ehrentitel "Professor" verliehen. Das freute auch Ehefrau Uta. © Facebook

Im Anschluss ging es mit oe24 im Fiaker zur Feier in "Plachuttas Gasthaus zur Oper", wo sich der frisch ernannte Professor mit Gänseleber Crème Brûlée und einem faschierten Kalbsbutterschnitzel für die nächsten großen Taten stärkte. Denn trotz neuem Titel und dem nahenden 75. Geburtstag (19. März) denkt Ambros nicht an den Ruhestand.

"Professor" Wolfgang Ambros, seine Ehefrau Uta Schäfauer und Kabarettist Joesi Prokopetz bei einer Fiaker-Fahrt. © TZOe Zeidler-Künz

Ganz im Gegenteil: Donnerstag Abend, also knapp 24 Stunden nach der Ehrung will er in Lengbachhof in Altlengbach bei einem Benefizkonzert des Lions Club Wienerwald schon wieder auf der Bühne stehen. "Konzerte sind für mich eine Selbstverständlichkeit. Was soll ich denn sonst machen?"

1. Auftritt als Professor: Wolfgang Ambros fuhr mit dem Fiaker durch Wien. © TZOe Zeidler-Künz
oe24-Reporter Thomas Zeidler-Künz feierte mit "Professor" Ambros. © Zeidler

Dazu folgen die Auftritte in Graz (24. Oktober) und Knittelfeld (14. November), sowie die Unplugged-Konzerte "Pur" in Gmunden (23. November) und Ried (24. November), die er durchaus auch als Finale seiner legendären Serie sieht: "2027 wird es keine 'Pur' Konzerte geben, denn das ist mörderisch anstrengend.“

2027 auf großer Tour zum 75er. Jedoch ohne "Pur"-Konzerte. © Thomas Zeidler

Viel mehr konzentriert sich Ambros auf die neue Tournee "Das Aller-Allerbeste". "Da gibt es das Beste vom Besten. Die Hite. Immer! Bis mir der Saft ausrinnt." Der erste Auftritt in München (14. April) ist bereits fixiert, dazu will Ambros auch die Donaubühne in Tulln und den Wiener Zentralfriedhof (September) rocken. Nur das Donauinselfest reizt ihn nicht mehr: "Ich möchte nur mehr dort spielen, wo ich mich wohlfühle. Und die Donauinsel mag ich nicht mehr!“