Eine Person getötet
Angriff bei Rave in der Schweiz war Amoklauf
Die Behörde hatte knapp 24 Stunden nach der Tat einen 43 Jahre alten Schweizer unter dringendem Tatverdacht festgenommen. Er habe die Schüsse abgegeben, durch die eine Frau starb und sechs Menschen verletzt wurden. "Er hatte keine Mitwisser oder Mittäter", sagte Staatsanwalt Christoph Rüedi am Mittwoch.
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Bei dem Festgenommenen liege nach ersten Erkenntnissen ein psychisches Leiden vor. Ein Motiv sei aber unklar. Vorstrafen seien nicht bekannt. Der Mann sei Truppenkoch gewesen und 2013 aus der Armee ausgeschieden.
40 Mal wahllos in die Menge geschossen
Nach Angaben der Polizei war der Mann mit dem Auto zum Gelände des Aargauischen Rennvereins gefahren, wo seit Samstag ein Techno-Musikevent stattfand. Der Rave war praktisch zu Ende, als die Schüsse fielen. Es hätten sich aber noch mehr als 100 Menschen auf dem Gelände aufgehalten.
Der Mann habe dort mit einem Sturmgewehr zunächst rund 40 Mal wahllos in die Menschenmenge geschossen. An einem weiteren Standort habe er mit einer Pistole geschossen. In seinem Auto seien eine Kalaschnikow und zwei Pistolen gefunden worden.
Mann stellte sich
Der Mann habe sich in der Nacht auf Montag selbst gestellt und sei nun in Untersuchungshaft. Gegen ihn laufe ein Strafverfahren wegen vorsätzliche Tötung, Mordes, mehrfache Gefährdung des Lebens und Verstößen gegen das Waffengesetz.
Die tödlich getroffene 22-Jährige war Italienerin. Fünf Menschen wurden durch Schüsse verletzt, eine weitere Person, die sich erst später meldete, durch einen "Abpraller", wie die Polizei berichtete.
Zunächst war unklar gewesen, ob es einen oder mehrere Täter gab. Die Polizei löste eine Großfahndung aus, an der auch deutsche Behörden beteiligt waren. Der Tatort liegt rund 25 Kilometer südlich von Bad Säckingen in Baden-Württemberg.