Mehr Energie

APG drängt Politik: Strom-Ausbau nötig

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Netzbetreiber plädiert für einfacheren Ausbau des Stromnetzes
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Für Österreichs Versorgungssicherheit in puncto Strom ist der Ausbau der erneuerbaren Energie sowie vor allem in der Ostregion der entsprechende Netzausbau wesentlich, so die Stromnetzgesellschaft Austrian Power Grid (APG).

Die rasche Beschlussfassung des Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetzes für den Netzausbau sei dafür genauso notwendig wie der Ausbau der Flächenausweitung. Zudem bedürfe es einer klaren Priorisierung von Netzanträgen sowie eine bessere Koordinierung aller Beteiligten.

Erneuerbare Energie vorwiegend im Osten

Der Großteil der Stromproduktion durch Windkraft und Photovoltaik findet im Osten Österreichs statt: Mehr als 80 Prozent dieser Erneuerbaren Energie kommt von dort. Zudem wirken die Erneuerbaren preisdämpfend, geht aus einem Chart der APG hervor: In den Mittagsstunden, wenn die PV-Anlagen den meisten Strom liefern, sinkt auch der Strompreis.

Wie wichtig der weitere Ausbau der Erneuerbaren sei, zeige sich an der Dürre im heurigen Sommer, dokumentiert die APG. Zwar ging der Energieverbrauch in den ersten drei Quartalen um 483 GWh zurück, allerdings fiel auch die Stromproduktion durch Wasserkraftwerke um 3.880 GWh auf 15.116 GWh. Aber auch die Stromgewinnung über Speicherkraftwerke ging um rund 2.200 GWh zurück. Im Gegenzug stieg die Produktion mit Windkraftanlagen nur um 4 Prozent auf 6.378 GWh sowie mit PV-Anlagen um 19 Prozent auf 5.991 GWh.

  • Bis zum Jahr 2040 sei bei den fossilen Energieträgern (Erdöl, Erdgas, Kohlen) mit einem sinkenden Bedarf zu rechnen,
  • beim Strombedarf hingegen mit einem deutlichen Anstieg zu rechnen.
  • Die Umstellung der Industrie auf elektrische Verfahren steigere den jährlichen Bedarf um 12 TWh,
  • die Umstellung auf E-Mobilität sorge für einen Mehrbedarf in Höhe von 22 TWh.
  • Die Dekarbonisierung der Gebäudewärme schlage mit einem Mehrbedarf von 25 TWh zu Buche.
  • Insgesamt sei mit einem Verbrauch von 123 TWh zu rechnen.

Aber bereits jetzt zeichne sich ab, dass die Netze den kommenden Anforderungen nicht gewachsen sind: Derzeit gibt es Netzzugangsanfragen im Ausmaß von 36.400 WMW. Davon entfallen 22.500 MW - und damit etwa 60 Prozent - auf Niederösterreich, Burgenland und Wien. Die Spitzenlast in Österreich liegt bei 11.000 MW.