Wie in Frankreich
"Apokalypse"-Aufrufe: Drohen jetzt Krawalle in Deutschland?
Unter dem Motto "Gen Z regelt das" sind für den 31. Oktober Demonstrationen in Berlin, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, Stuttgart, Bremen, München, Leipzig und Düsseldorf angekündigt. Die Organisatoren greifen dabei Themen wie steigende Preise, den Zustand der Schulen, die Wehrpflicht und den Nahostkonflikt auf.
In sozialen Netzwerken kursieren laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung auch Aufrufe, die Gewalt verherrlichen oder indirekt zu Ausschreitungen animieren sollen. Flugblätter sollen zudem an Schulen verteilt werden. Die Behörden nehmen die Ankündigungen dem Bericht zufolge ernst. Besonders Berlin und Frankfurt stehen im Fokus der Vorbereitungen.
Innenminister warnt vor Ausschreitungen
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Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) erklärte gegenüber der "Bild", die Sicherheitsbehörden hätten den 31. Oktober fest im Blick. Die Polizei werde konsequent gegen Gewalt gegen Menschen und Sachen vorgehen.
Auch Manuel Ostermann, Chef der Bundespolizeigewerkschaft, rechnet mit möglichen Ausschreitungen, die sich über mehrere Tage hinziehen könnten. Zugleich betonte er, dass die deutschen Sicherheitskräfte auf solche Situationen vorbereitet seien.
Expertin sieht Gefahr durch Gewaltverherrlichung
Die Extremismus-Expertin Susanne Schröter von der Goethe-Universität Frankfurt warnt vor einer zunehmenden Mobilisierung in sozialen Netzwerken. Auf Plattformen wie Telegram, Instagram, Reddit und X würden neue Gruppen entstehen, die für die Demonstrationen werben.
Schröter sieht laut der deutschen "Bild" eine mögliche Verbindung zwischen linksextremen und islamistischen Gruppierungen. Als verbindende Elemente nennt sie unter anderem Antisemitismus, eine Ablehnung westlicher Gesellschaften und die Verherrlichung von Gewalt.
Ob es am 31. Oktober tatsächlich zu größeren Ausschreitungen kommt, ist offen. Die Polizei bereitet sich auf mögliche Zwischenfälle vor.