Beschäftigtenzahl

Arbeitsmarkt bleibt auf Wachstumskurs

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Wien verzeichnet im Bundesländervergleich den stärksten Beschäftigungszuwachs. Besonders Frauen über 50 legen zu, während die Entwicklung bei jungen Frauen in die andere Richtung geht.
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Die Zahl der Beschäftigungsverhältnisse in Wien ist weiter gestiegen. Im August wurden laut Dachverband der Sozialversicherungsträger 939.857 Beschäftigungsverhältnisse inklusive freier Dienstverträge gezählt. Gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht das einem Plus von 6.731 oder 0,7 Prozent. Damit weist Wien im Bundesländervergleich den stärksten Zuwachs auf und liegt bei der Entwicklung seit mehr als vier Jahren über dem österreichweiten Durchschnitt.

Große Unterschiede zwischen den Altersgruppen

Von der positiven Entwicklung profitieren Männer etwas stärker als Frauen. Bei ihnen nahm die Zahl der Beschäftigungsverhältnisse um 4.619 oder 1,0 Prozent zu, bei Frauen waren es 2.112 oder 0,5 Prozent mehr. Besonders auffällig ist der Anstieg bei Frauen über 50 Jahren. In dieser Altersgruppe wurden 2.753 zusätzliche Beschäftigungsverhältnisse verzeichnet, ein Plus von 2,1 Prozent.

Ganz anders fällt die Bilanz bei den Jüngeren aus. Bei den unter 25-Jährigen sank die Beschäftigung insgesamt um 352 Personen oder 0,4 Prozent. Besonders deutlich war der Rückgang bei jungen Frauen mit einem Minus von 669 oder 1,6 Prozent.

"Wien ist der Jobmotor Österreichs. Die Beschäftigungsdaten zeigen, dass sich der Standort Wien dynamisch entwickelt und zahlreiche Beschäftigungsmöglichkeiten anbietet", sagt Vizebürgermeisterin und Arbeitsstadträtin Barbara Novak (SPÖ). Der waff soll Beschäftigte dabei mit Beratung sowie Förderungen für Aus- und Weiterbildung unterstützen.

Von Gastro bis IT geht es bergauf

Getragen wird das Beschäftigungsplus unter anderem von mehreren großen Branchen. Zuwächse gab es in Hotellerie und Gastronomie, im Gesundheits- und Sozialwesen sowie in Telekommunikation, IT und EDV. Auch Gebäudebetreuung sowie Garten- und Landschaftsbau verzeichneten mehr Beschäftigung.

Das kräftige Plus bei älteren Frauen führt der waff auch auf das bis 2033 schrittweise steigende Pensionsantrittsalter zurück. Gleichzeitig bleibt der Rückgang bei jungen Beschäftigten eine Herausforderung. "Es ist aber wichtig, alle Beschäftigungspotenziale zu nutzen", sagt waff-Geschäftsführer Marko Miloradović. Mit der Joboffensive für Jugendliche unterstützt der waff junge Wienerinnen und Wiener beim Einstieg oder Wiedereinstieg in den Beruf. Auch Unternehmen werden bei der Fachkräfteentwicklung begleitet.