Offizieller Antrag

Arnautovic droht Europacup-Ausschluss

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Sein Klub, Roter Stern Belgrad, soll gegen UEFA-Disziplinarbestimmungen verstoßen haben.
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Das Europa-League-Play-off-Rückspiel zwischen Vikotria Pilsen und Roter Stern Belgrad (5:1) wird ein juristisches Nachspiel haben. Grund: Während der Begegnung stimmten Teile der Belgrader Fans Gesänge auf den wegen Völkermords verurteilten ehemaligen General Ratko Mladić an und entrollten am gestrigen Todestag ein Transparent mit der Aufschrift "General, großer Ruhm und Dank".

Mladić wurde vom UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag wegen des Völkermords von Srebrenica sowie Verbrechen gegen die Menschlichkeit rechtskräftig zu lebenslanger Haft verurteilt.

Gedenkzentrum reicht Antrag bei UEFA ein

Das Gedenkzentrum Srebrenica hat bei der UEFA einen offiziellen Antrag auf den Ausschluss von Roter Stern Belgrad aus allen europäischen Wettbewerben eingereicht. Beim CL-Sieger von 1991 stehen mit Marko Arnautovic und Muhammed-Cham Saracevic zwei ÖFB-Kicker im Kader.

In dem Antrag wirft das Gedenkzentrum dem Verein vor, den Vorfall nicht nur geduldet, sondern durch die nachträgliche Veröffentlichung von Bildmaterial der Transparente auf den offiziellen Social-Media-Kanälen des Klubs aktiv weiterverbreitet zu haben.

Dies verstoße gegen die UEFA-Disziplinarbestimmungen bezüglich diskriminierenden Verhaltens, der Verletzung der Menschenwürde sowie unzulässiger politischer Manifestationen in Stadien.

Kosovo-Sprechchöre der Pilsen-Fans

Ob der europäischen Fußball-Verband auch gegen die Pilsen-Fans Ermittlungen einleiten wird, ist aktuell unklar: Während des Spiels gab es von Teilen des Heimpublikums Sprechchöre mit: "Kosovo ist Serbien".