"Wie in Frankreich"

Aufruf zu Krawallen: Alarmstufe Rot zu Halloween

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Europaweit drohen zu Halloween neue Ausschreitungen. Auch bei uns wurde zu Krawallen aufgerufen.
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Brennende Autos, eingeschlagene Schaufenster und Angriffe auf Einsatzkräfte: In mehreren europäischen Städten sorgen gewaltsame Proteste für Unruhe. Mit Blick auf Halloween wächst nun auch in Österreich die Sorge der Sicherheitsbehörden.

In sozialen Netzwerken verbreiten sich Aufrufe mit "Wie Frankreich"-Slogans zu Ausschreitungen in Wien, Linz bis nach Bregenz. Die Polizei beobachtet die Entwicklung genau und bereitet sich auf die Nacht von Samstag vor.

Auf TikTok kursieren zahlreiche Videos © TikTok

Die Polizei ist für Halloween gewappnet "Wir haben das unter polizeilicher Beobachtung", versicherte Innenminister Gerhard Karner, der betonte, dass die Exekutive "gut vorbereitet" sei und im Bedarfsfall "konsequent einschreiten" werde.

In den sozialen Medien wird zu Halloween-Krawallen aufgerufen © TikTok

In Wien werde die Polizei "rund um Halloween mit mehreren hundert Polizistinnen und Polizisten im gesamten Stadtgebiet im Einsatz stehen", hieß es Donnerstagabend seitens der Landespolizeidirektion zur APA. Die Einsatzkräfte würden sowohl uniformiert als auch in Zivil unterwegs sein und insbesondere an stark frequentierten Plätzen verstärkt Präsenz zeigen. Außerdem würden Entwicklungen in sozialen Medien beobachtet.

Besonders in Oberösterreich sind die Erinnerungen an Halloween 2022 noch präsent. Damals kam es sowohl in Linz als auch in Wels zu heftigen Ausschreitungen. Einsatzkräfte wurden mit Gegenständen beworfen, Pyrotechnik wurde gezündet und es kam zu Sachbeschädigungen.

"GenZ"-Proteste in Deutschland

n Deutschland finden zu Halloween "GenZ"-Proteste für bessere Bildung und ein bezahlbares Leben statt. Die Gruppierung "Gen Z regelt" plant in rund 30 Städten Demonstrationen, bei denen junge Menschen für mehr Klimaschutz, Maßnahmen gegen steigende Lebenshaltungskosten und gegen die Wehrpflicht auf die Straße gehen wollen. Dabei lehnt "Gen Z regelt" Gewalt ausdrücklich ab. Bei Protesten in Frankreich und anderen europäischen Ländern war es zu gewaltsamen Krawallen gekommen.

Die deutschen Sicherheitsbehörden warnten unterdessen vor einer Unterwanderung durch extremistische Kräfte. Außerdem gibt es Kritik an der intransparenten Organisation.

Warnung vor "städtischer Gewalt" in Frankreich

In Frankreich warnte Innenminister Laurent Nuñez vor erneuten Massenprotesten am Samstag und vor der Gefahr neuer "städtischer Gewalt". Die Sicherheitsbehörden hätten in den sozialen Netzwerken zahlreiche Aufrufe zu Demonstrationen und zu Versammlungen unter dem Vorwand des Halloween-Festes ausgemacht, schrieb der Innenminister in einem Telegramm an die Polizeipräfekten, aus dem französische Medien und zunächst der Sender BFMTV zitierten. "Daher ist vom frühen Abend bis spät in die Nacht das Risiko von städtischen Ausschreitungen sehr hoch."

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Außerdem kündigte die Gelbwesten-Bewegung für Samstag einen "dritten Akt" ihrer Proteste an. Sie riefen zu Kundgebungen und Sitzstreiks vor der Nationalversammlung sowie vor sämtlichen Rathäusern Frankreichs auf. Bereits am Freitag wollen die Gelbwesten unter anderem vor Abgeordnetenbüros mit Töpfen und Pfannen lautstark auf ihre Anliegen aufmerksam machen.

Parallel dazu riefen auch die Gewerkschaften am Wochenende zu Demonstrationen auf. Präsident Emmanuel Macron stufte die für Samstag angekündigten Demos bereits als "risikoreich" ein und forderte, dass die Protestzüge außerhalb der Stadtzentren stattfinden.