Krawall-Angst

Proteste an Halloween: Douglas schließt zwölf Filialen

© NurPhoto via Getty Images
Die Parfümerie-Kette Douglas schließt vorsorglich zwölf Filialen in Deutschland. Hintergrund sind die angekündigten Jugendproteste unter dem Motto "Gen Z regelt".
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Am 31. Oktober sind in 23 deutschen Städten Aktionen geplant. Die jungen Demonstranten wollen unter anderem mehr Investitionen in Bildung, leistbares Wohnen und soziale Sicherheit sowie Protest gegen die Wehrpflicht auf die Straße tragen. Douglas reagiert angesichts der unklaren Sicherheitslage mit Vorsichtsmaßnahmen.

Zwölf Filialen bleiben geschlossen

Welche zwölf der insgesamt 347 deutschen Filialen betroffen sind, gibt das Unternehmen nicht bekannt. Auch zu möglichen zusätzlichen Sicherheitsvorkehrungen hält sich Douglas bedeckt.

Eine Sprecherin erklärte, die Sicherheit der Mitarbeiter sowie der Kundinnen und Kunden habe höchste Priorität. Auf Grundlage einer Risikobewertung habe man deshalb entschieden, einzelne Standorte am Samstag geschlossen zu halten. Gleichzeitig hoffe das Unternehmen auf einen friedlichen Verlauf der Demonstrationen.

Welche zwölf der insgesamt 347 deutschen Filialen betroffen sind, gibt das Unternehmen nicht bekannt. © Getty Images for DOUGLAS

Sorge vor Krawallen wie in Frankreich

Die Sicherheitsbehörden beobachten die Mobilisierung im Internet genau. Hintergrund sind auch gewaltsame Ausschreitungen bei Protesten in Frankreich und Italien. In Lyon war Mitte Oktober bei einer Demonstration gegen steigende Lebenshaltungskosten unter anderem ein Tourismusbüro in Brand gesetzt worden.

Hintergrund sind auch gewaltsame Ausschreitungen bei Protesten in Frankreich und Italien. © Getty Images

Die Organisatoren von "Gen Z regelt" betonen dagegen, dass ihre Aktionen friedlich ablaufen sollen, und distanzieren sich von Gewalt. Wie viele Menschen tatsächlich teilnehmen werden, ist noch offen. In Hannover standen zuletzt rund 1.900 Online-Zusagen einer bei der Anmeldung angegebenen Teilnehmerzahl im mittleren zweistelligen Bereich gegenüber.

Polizei stellt sich auf Samstag ein

Die Polizei bereitet sich auf mögliche Störungen vor. In Berlin kündigten die Behörden an, genau beobachten zu wollen, ob Personen die Proteste lediglich als Bühne für eigene Interessen nutzen. Auch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann warnte vor einer Eskalation nach französischem Vorbild.

Geplant sind Demonstrationen unter anderem in Berlin, Hamburg, Köln, Frankfurt, München, Nürnberg und Augsburg. Ob es tatsächlich zu Ausschreitungen kommt, ist derzeit unklar. Die Behörden und Unternehmen setzen vorerst auf Vorsicht.

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