Im jahrelangen Streit um den Habsburger-Familienschmuck hat Österreich einen weiteren Dämpfer erhalten. Die Regierung der kanadischen Provinz Québec erklärte die wertvollen Schmuckstücke für die Dauer einer geplanten Ausstellung im Nationalmuseum von Québec für unpfändbar und stellte sie unter staatlichen Schutz.
Die Entscheidung wurde in der offiziellen Regierungszeitung der Provinz veröffentlicht. Darin sind die betroffenen Kunstwerke einzeln aufgeführt. Für Österreichs Bemühungen, die in Kanada wieder aufgetauchten Juwelen als Eigentum der Republik zurückzufordern, bedeutet der Schritt einen weiteren Rückschlag.
Legendärer "Florentiner" auf der Liste
Besonders brisant: Unter den geschützten Schmuckstücken befindet sich auch der berühmte "Florentiner" – ein Diamant mit 137 Karat. Um den historischen Edelstein war zuletzt eine Debatte entbrannt, ob neben Österreich möglicherweise auch Italien Ansprüche darauf erheben könnte.
Ebenfalls betroffen ist unter anderem ein Orden vom Goldenen Vlies aus dem Besitz von Kaiser Joseph II. Dieses Stück soll später auch von Kaiser Karl I. getragen worden sein.
Karl von Habsburg begrüßt Kanadas Umgang mit den Juwelen
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Auch Karl von Habsburg, das heutige Oberhaupt der Familie, hatte sich in der Vergangenheit bereits zufrieden mit der Tatsache gezeigt, dass sich der historische Familienschmuck in Kanada befindet. Die Habsburger vertreten weiterhin die Ansicht, dass es sich um privaten Familienschmuck handelt und die Eigentumsrechte bei einem kanadischen Trust liegen.
Österreich kämpft weiter um die Rückgabe
Österreich sieht die historischen Schmuckstücke hingegen als Teil des Habsburger-Erbes und bemüht sich um eine Rückforderung. Die aktuelle Entscheidung Québecs dürfte den Streit um die wertvollen Juwelen nun weiter verlängern.
Die geplante Ausstellung im Nationalmuseum von Québec rückt den jahrhundertealten Schmuck erneut ins Rampenlicht – und macht den Rechtsstreit um den Habsburger-Schatz international noch brisanter.