Paraguay-Schock

Bankenkollaps: Hälfte kann nichts mehr abheben

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Banken-Kollaps in dem südamerikanischem Kleinstaat. Der Präsident ist zurückgetreten.
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Paraguays Präsident Santiago Peña (47) hat nach dem Kollaps einer Digitalbank das Handtuch geworfen und ist per Video-Botschaft zurückgetreten.

Der Staatschef, der als enger Freund von US-Präsident Donald Trump gilt, verlor nach einem Finanz-Skandal den Rückhalt. Vizepräsident Pedro Alliana soll die Amtsgeschäfte übernehmen.

Hälfte kann nicht mehr auf Konten zugreifen

Paraguays Zentralbank hatte bei Ueno eingegriffen, nachdem sie einen Verstoß gegen die Mindestanforderungen an die Zahlungsfähigkeit festgestellt hatte. Dies löste eine Krise aus, durch die rund drei Millionen Kunden des Unternehmens in dem 6,5 Millionen Einwohner zählenden Land nicht mehr auf ihre Konten zugreifen können. Die Turbulenzen hatten am Dienstag zum Rücktritt des Zentralbankchefs und zur Festnahme von acht Ueno-Führungskräften geführt. Ueno hat sich nicht öffentlich zu dem Fall geäußert.

Peña hatte am Donnerstag den Rückhalt von Mitgliedern seiner konservativen Colorado-Partei verloren. Abgeordnete warfen ihm Interessenskonflikte, die Zweckentfremdung von Pensionsgeldern und institutionelle Vertuschung im Zusammenhang mit dem Zusammenbruch von Ueno vor.

Der seit 2023 amtierende Ökonom war bis März vergangenen Jahres Anteilseigner der Grupo Vazquez, die Ueno kontrolliert. Das Geldhaus war rasch von einem Nischenanbieter aus der Finanztechnologie-Branche (Fintech) zu einer mittelgroßen Bank herangewachsen. Das Institut verwaltete knapp 850 Millionen Dollar (754,42 Mio. Euro) an öffentlichen Geldern.