Sparmaßnahme

Beamte: Regierung streicht Stellen, Gewerkschaft warnt

Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ). © APA/FLORIAN WIESER
Die Regierung will 2.600 Planstellen bis 2030 abbauen. Die Gewerkschaft übt scharfe Kritik.

Schon im Dezember gab Beamten-Staatssekretär Alexander Pröll (ÖVP) bekannt, dass die Regierung 2.600 Planstellen bis 2030 abbauen will. Jeder zweite Beamte - beispielsweise nach einer Pensionierung - soll demnach nicht nachbesetzt werden. Das entspricht sechs Prozent des Verwaltungsdienstes.

Im Finanzministerium dürfte die Zahl des Planstellen-Abbaus nun fixiert worden sein. Bei insgesamt 11.000 Mitarbeitern des Finanzressorts sollen 500 Planstellen abgebaut werden. Das Finanzministerium erklärt auf oe24-Anfrage, dass der Personalabbau mittels Digitalisierung und besseren Effizienzen abgefedert werden soll.

Gewerkschaft mit scharfer Kritik

Gänzlich anders sieht das die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) im Finanzressort. Via Aussendung warnt die Vorsitzende der GÖD-Finanzgewerkschaft, Christine Pernsteiner: "Dieser Jobabbau gefährdet nicht nur die Gesundheit der Beschäftigten, die ohnehin längst am Limit arbeiten, sondern ist ein direkter Anschlag auf das staatliche Service für die Bürgerinnen und Bürger".