Signa-Pleite

Benko-Skandal: Gusenbauer im Visier

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Bei der Causa Signa rund um den gefallenen Immo-Spekulanten René Benko habe im Signa-Aufsichtsrat "niemand hingeschaut", klagt der Anwalt der Republik.
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Der Leiter der Finanzprokuratur Wolfgang Peschorn forderte am Sonntag in der ORF-Pressestunde, den Signa-Aufsichtsrat ins Visier zu nehmen. "Da hat niemand hingeschaut", klagte er zu den Vorfällen rund um die Signa-Pleite.

Untreue-Ermittlungen gegen Ex-Kanzler

Ex-Bundeskanzler Alfred Gusenbauer (SPÖ) hat nach seiner Tätigkeit in der Politik bei der inzwischen insolventen Signa-Gruppe des Tiroler Investors René Benko angeheuert. Dabei übernahm er im Laufe der Jahre verschiedene Positionen in mehreren Unternehmen der Gruppe. Wegen seiner beratenden Tätigkeit im Beirat der Signa Holding steht er nun vor Gericht. Denn der Insolvenzverwalter der Firma zweifelt seine Leistungen an, für die er 2022 und 2023 knapp 5 Mio. Euro verrechnete.

Alfred Gusenbauer. © Andreas Tischler / Vienna Press

In der Causa Signa führt die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) Ermittlungen in  16 getrennten Sachverhaltssträngen.

Es  gibt nun auch Ermittlungen gegen Ex-Bundeskanzler Gusenbauer. Dabei geht es um den Verdacht der Untreue. Die WKStA wirft Gusenbauer, langjähriger Berater und Funktionsträger in der Signa-Gruppe, vor, als Aufsichtsratsvorsitzender in der Signa Development und der Signa Prime im Oktober und November 2022 die beiden Gesellschaften um in Summe 10 Mio. Euro geschädigt zu haben. Dazu gab es auch Hausdurchsuchungen "an mehreren Adressen in Wien und Niederösterreich". Gusenbauer weist die gegen ihn gerichteten Vorwürfe zurück. Die Ermittlungen laufen.