Auf Handy

Berlin-Terror: Polizei findet IS-Bekennervideo

© Polizei Berlin/Fotomontage
Abdul Ballout filmte das Video am Tag des Anschlags
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Nach dem Terror-Anschlag auf den Christopher Street Day (CSD) in Berlin sind die Ermittler auf neue belastende Hinweise gestoßen. Wie BILD unter Berufung auf Sicherheitskreise berichtet, soll auf dem Mobiltelefon des mutmaßlichen Attentäters Abdul Ballout ein Bekennervideo gefunden worden sein.

Demnach wurde die Aufnahme am 25. Juli – dem Tag des Anschlags – erstellt. In dem Video soll sich der 21-Jährige zur Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) bekennen. Solche sogenannten Märtyrer-Videos werden von Terroristen häufig kurz vor einer Tat aufgenommen und nach dem Anschlag von der Terrororganisation veröffentlicht. Bereits der Attentäter vom Berliner Weihnachtsmarkt 2016, Anis Amri, hatte vor seiner Lkw-Attacke ein ähnliches Video aufgezeichnet.

Handy im Transporter gefunden

Das Handy soll laut dem Bericht im gemieteten Transporter entdeckt worden sein. Warum der Verdächtige das Gerät zurückließ, ist bislang unklar. Möglich ist, dass es beim Aufprall des Fahrzeugs verloren ging.

Bei der Attacke raste der Mann mit einem Transporter in die Menschenmenge des CSD im Berliner Tiergarten. Eine 65-jährige Frau aus Polen kam dabei ums Leben, 31 weitere Menschen wurden teils schwer verletzt. Der Täter flüchtete anschließend zu Fuß und wurde einen Tag später von einem Spezialeinsatzkommando in einer Gartenlaube in Berlin-Spandau erschossen, nachdem er die Beamten angegriffen haben soll.

Polen ermittelt nach Tod von Mutter

Nach dem Tod einer polnischen Mutter bei einem mutmaßlich islamistischen Terroranschlag am Rande des Christopher Street Days (CSD) in Berlin hat die Staatsanwaltschaft in Warschau Ermittlungen aufgenommen. Ermittelt werde wegen eines Terroranschlags, teilte die Behörde auf X mit.

Nach Angaben von Berlins Regierendem Bürgermeister Kai Wegner handelt es sich bei dem Todesopfer um eine polnische Staatsangehörige, die mit ihrer Tochter in Berlin gewesen ist. Aus dem Außenministerium in Warschau hieß es am Montag, die erwachsene Tochter werde in einer Klinik behandelt, schwebe aber nicht in Lebensgefahr. Sie wurde demnach über den Tod ihrer Mutter informiert.

Der CSD in Berlin war am Samstagabend abgebrochen worden, nachdem ein Auto am Rande der Großveranstaltung in eine Menschenmenge gefahren war. Eine Frau wurde getötet, 29 weitere Menschen wurden verletzt. Am Sonntagabend wurde der mutmaßliche Täter Abdul B. bei einem Polizeieinsatz getötet.