Diät-Befehl

Berlins Zoo: Bananen-Verbot für alle Affen

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Die Leitung des Berliner Zoos hat Gorillas, Orang-Utans, Schimpansen und Bonobos das Obst gestrichen. Stattdessen gibt es nur noch Gemüse. Berlins Primaten leben jetzt in einer Gesünder-leben-Diktatur.
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Im Menschenaffenhaus des Zoos Berlin gibt es keine Banane mehr auf dem Speiseplan: Gorillas, Schimpansen, Orang-Utans und Bonobos bekommen nun nur noch Gemüse, Blätter und Zweige.

Den Menschenaffen wird das Obst gestrichen. Die Zoo-Leitung schreibt dazu auf Facebook: "Warum bekommen Gorillas und Co. bei uns kein Obst mehr? Wir haben bei unserem Tierpflege-Team im Affenhaus vorbeigeschaut und mal nachgefragt."

Die Erklärung: Handelsobst aus den europäischen Gewächshäusern sei zu zuckerreich für Tiere, die in der Natur faserreiche, vergleichsweise herbe Früchte fressen und den ganzen Tag mit der Suche beschäftigt sind. Im Gehege fällt dieser Aufwand weg. Die Kombination aus Süße und Bewegungsmangel gilt als Risiko für Übergewicht, Herzprobleme und Diabetes.

Viel Kritik an der Zoo-Leitung

"Also Paprika statt Pfirsich, Brokkoli statt Banane. Berlins Primaten leben jetzt im geschlossenen Fenchelvollzug", kommentiert das Politik-Medium tichyseinblick.de die neue Nur-Gesund-Diktatur im Zoo.

Bei der Zoo-Community auf facebook dürfte der neue Diät-Befehl nicht ganz so gut ankommen - das Social-Media-Team des Tiergartens muss auf die Kritik so reagieren: "Liebe Community, wie schade, wenn wir interessante Diskussionen einschränken/verbergen/löschen müssen, weil sich nicht an die Netiquette gehalten werden kann. Bleibt respektvoll (auch anderen Meinungen gegenüber), höflich und kommuniziert angemessen miteinander."