Krise im Kanzleramt
Umfrage-Knaller: Deutsche sprechen sich klar gegen Merz aus
Deutschland. Aktuell halten nur noch 14 Prozent der Befragten Kanzler Merz für den richtigen Mann im Kanzleramt – das entspricht etwa jedem Siebten, wie eine neue INSA-Umfrage für die "Bild"-Zeitung zeigt. Sogar bei den eigenen Anhängern bröckelt die Unterstützung spürbar, denn 58 Prozent der Unionswähler äußern sich gegen ihn und lediglich 36 Prozent für ihn. Dieser Abwärtstrend hält bereits seit Längerem an: Lag die Zufriedenheit Mitte 2025 noch bei deutlich mehr als 30 Prozent, sank sie bis Anfang September 2026 auf nur noch 16 Prozent.
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Kanzler Merz verliert deutlich Rückhalt
In der Gunst der Befragten liegen andere Politiker der Union klar vorne. CSU-Chef Markus Söder erreicht 31 Prozent Zustimmung, NRW-Landeschef Hendrik Wüst kommt auf 20 Prozent und Innenminister Alexander Dobrindt erzielt 13 Prozent. Unter den eigenen Wählern führt Söder ebenfalls mit 50 Prozent vor Wüst mit 33 Prozent und Dobrindt mit 14 Prozent.
INSA-Umfrage setzt SPD unter Druck
Auch beim Koalitionspartner wächst der Unmut über die Führung. Eine Mehrheit von 51 Prozent sieht SPD-Chef Lars Klingbeil nicht mehr als die richtige Besetzung an der Parteispitze, während 24 Prozent an ihm festhalten. An der eigenen Basis ist die Stimmung wesentlich besser: 57 Prozent der SPD-Wähler stehen zu Klingbeil, 30 Prozent wünschen sich eine andere Person. Ganz oben auf der Wunschliste steht Boris Pistorius mit 34 Prozent aller Befragten und 51 Prozent der SPD-Wähler. Dahinter folgen Manuela Schwesig mit 20 bzw. 31 Prozent sowie Anke Rehlinger mit 9 bzw. 14 Prozent.
Parteiverbot der AfD?
Hinsichtlich eines möglichen Parteiverbots der AfD zeigen sich die Befragten gespalten: 42 Prozent sprechen sich dafür aus, während 45 Prozent dagegen sind. Zudem befürworten 46 Prozent das Ende der Brandmauer gegen die Partei, während 34 Prozent weiterhin an ihr festhalten wollen.
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