Bei einer Fragerunde zum Start seines neuen Modelabels Hopeium sprach der ehemalige Take-That-Star am Donnerstag über die neue Diagnose.
"Ich habe ADHS, und ich habe gerade herausgefunden, dass ich auch ein bisschen Autismus habe, was ich verdammt gut finde, weil es so vieles erklärt", sagte Williams laut "The Independent".
Der Sänger geht gewohnt locker damit um. Über seine ADHS-Diagnose und auch über das Tourette-Syndrom hatte er bereits früher öffentlich gesprochen. Seine neue Diagnose bezeichnet er sogar als "Joker-Karte". Bei ungewöhnlichem Verhalten könne er künftig einfach sagen: "Sorry, ich bin Autist."
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Williams spricht über seine Gedanken
Auch darüber, wie sein Gehirn manchmal funktioniert, gab der Musiker einen ungewöhnlich offenen Einblick.
Als Beispiel schilderte er eine Situation in einem Flugzeug. Er habe sich plötzlich gefragt, was wäre, wenn er Telekinese besitzen würde und seine "intrusiven Gedanken" ihm sagen würden, das Flugzeug solle abstürzen.
Für Williams zeigt das, wie sehr sich sein Kopf manchmal mit absurden Szenarien beschäftigt. Er versuche deshalb, seine Gedanken gezielt auf sinnvollere Dinge zu lenken, statt sich in Ängsten und Vorstellungen zu verlieren.
Kreativität hilft gegen das Gedankenkarussell
Ein wichtiges Ventil findet der 52-Jährige dabei in seiner Kreativität. Zeichnen und andere kreative Projekte würden ihm helfen, sich nicht ständig mit sich selbst und seinen Ängsten zu beschäftigen.
"Wovon ich vollkommen und absolut besessen bin, ist, Bilder zu erschaffen und lustige Sachen zu machen", erklärte Williams.
Wie produktiv er dabei sein kann, zeigt ein aktueller Instagram-Beitrag des Sängers. Darin präsentiert er zahlreiche eigene Zeichnungen, die laut Williams alle innerhalb von weniger als zwei Stunden entstanden sind.
Mit Humor und Kreativität versucht Robbie Williams offenbar, mit dem umzugehen, was in seinem Kopf vor sich geht. Seine neue Diagnose sieht er dabei vor allem als etwas, das ihm helfen kann, sich selbst besser zu verstehen.