Pflegeprodukte

BIPA: Kosmetik-Eigenmarken kommen ohne PFAS aus

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Laut einer Greenpeace-Händlerbefragung verzichtet BIPA als einziger Drogeriehändler Österreichs bei Kosmetik- und Pflege-Eigenmarken auf Ewigkeitschemikalien. Das Verbot ist in internen Standards verankert.
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BIPA setzt bei den Eigenmarken bi good und BI CARE auf Kosmetik- und Pflegeprodukte ohne sogenannte Ewigkeitschemikalien. Laut einer Greenpeace-Händlerbefragung, über die das Unternehmen informiert, nimmt BIPA damit im österreichischen Drogeriefachhandel eine Sonderstellung ein. Die internen Standards schreiben vor, dass die entsprechenden Eigenmarkenprodukte frei von PFAS sein müssen.

Die Abkürzung steht für per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen. Wegen ihrer wasser- und fettabweisenden Eigenschaften werden diese auch bei der Herstellung von Kosmetik eingesetzt. Problematisch ist ihre Langlebigkeit: Die Stoffe sind kaum abbaubar.

Verzicht in den Standards verankert

BIPA-Geschäftsführerin Margit Reisinger verweist auf unternehmenseigene Vorgaben, die nach ihren Angaben häufig über gesetzliche Anforderungen hinausgehen. Zugleich appelliert sie an andere Kosmetikhersteller, ebenfalls auf PFAS zu verzichten.

Greenpeace fordert laut der Aussendung Drogerien und Kosmetikhersteller auf, dem Beispiel zu folgen und den bewussten Einsatz dieser Stoffe in Kosmetik- und Pflegeprodukten zu beenden. Händler müssten klare Vorgaben für Lieferanten machen und regelmäßige Kontrollen sicherstellen. Auch die Politik sei gefordert, ein Verbot von PFAS in Produkten voranzutreiben.

Naturkosmetik und Produktion in Österreich

Bei der 2013 gegründeten Eigenmarke bi good nennt BIPA weitere Kriterien: Die gesamte Kosmetiklinie ist nach NATRUE zertifiziert und laut Unternehmen frei von Mikroplastik, Parfüm und Farbstoffen.

Aktuell tragen zudem 97 Prozent des bi good-Sortiments die Veganblume. Dieser Anteil bezieht sich auf das Sortiment der Marke, während die NATRUE-Zertifizierung für die Kosmetiklinie angegeben wird.

80 Prozent der bi good-Produkte werden nach Unternehmensangaben in Österreich hergestellt. BIPA verweist dabei auf kurze Transportwege und heimische Wertschöpfung. Die Entwicklung der Eigenmarken soll laut Reisinger laufend fortgesetzt werden.