Neue Studie

Bis zu 65 Tage (!) Wartezeit für Termin beim Kassenarzt

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Wartezeiten in acht von 14 untersuchten Fachrichtungen weiter angestiegen.
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Die Wartezeiten bei Kassenärzten in Österreich steigen weiter an. Eine aktuelle Erhebung von "krankenversichern.at" zeigt: In acht von 14 untersuchten Fachrichtungen müssen Patientinnen und Patienten länger auf einen Termin warten als noch im Vorjahr. Für die Studie wurden zwischen Mai und September insgesamt 1.601 Terminanfragen ausgewertet, pro Fachrichtung rund 120.

Besonders alarmierend ist die Situation im Bereich der Inneren Medizin. Hier müssen Patientinnen und Patienten im Median 65 Tage auf einen Termin warten. Das ist der höchste Wert, der in der österreichweiten Kassenarzt-Wartezeiten-Studie bisher gemessen wurde. Auch bei Kardiologen mit einem Plus von 12 Tagen auf insgesamt 45 Tage und bei Neurologen mit einem Plus von 8 Tagen auf 50 Tage ist der Anstieg massiv.

Auswertung von "krankenversichern.at". © krankenversichern.at

Wien am schnellsten, Burgenland am Ende

Österreichweit liegt die durchschnittliche Wartezeit bei 34 Tagen. Doch die regionalen Unterschiede sind enorm. Am kürzesten wartet man in Wien mit 22 Tagen. Am längsten gedulden müssen sich Patienten im Burgenland mit 53 Tagen und in Vorarlberg mit 46 Tagen.

Kassenarzt hat "Wartepreis"

Studienleiter Sebastian Arthofer bringt das Problem auf den Punkt: „Der Kassenarzt kostet kein Geld, er hat einen Wartepreis". Die Studie zeigt zudem eine weitere bittere Realität. Rund ein Drittel der Kassenordinationen nimmt aktuell gar keine neuen Patientinnen und Patienten mehr auf.

Urlaubsbedingte Ordinationsschließungen wurden in den Wartezeiten übrigens nicht gewertet.