"Harte Branche"

Blond! Swarovski rechnet mit Klischees ab

© Victoria Swarovski via Getty Ima
Nach einem rund sechsmonatigen Ausflug zu dunklem Haar zeigt sich Victoria Swarovski wieder mit ihrer vertrauten hellen Mähne. Nun erklärt sie, wie stark die Haarfarbe ihren Charakter und ihr Umfeld wirklich beeinflusst.
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Rund sechs Monate lang zeigte sich Victoria Swarovski (33) mit dunkelbraunem Haar in der Öffentlichkeit – ein Look, der für viele Zuseher ungewohnt war. Nun ist diese Phase endgültig Geschichte. Doch mit dem Entschluss, wieder zum vertrauten Blond zurückzukehren, vollzog sich nicht bloß eine äußerliche Anpassung. Neben einem völlig veränderten Kleidungsstil bemerkte die Fernsehmoderatorin vor allem an ihrem eigenen Gemüt gravierende Unterschiede, die sie selbst vollkommen unerwartet trafen.

Im Talk mit "Exklusiv München" schilderte die gebürtige Tirolerin diese persönliche Wandlung mit entwaffnender Offenheit. Sie bemerkte sofort eine gesteigerte Herzlichkeit im alltäglichen Umgang mit ihrem Umfeld: "Ich bin viel offener und gehe mehr auf die Menschen zu." Dass eine bloße Nuance auf dem Kopf eine derartige Eigendynamik entfalten kann, faszinierte die Moderatorin selbst am meisten. Ungläubig resümierte sie: "Ich hätte nie gedacht, dass ich das einmal sage – aber so war es."

Ausflug auf die dunkle Seite und harte Branchen-Realität

Für die Kristall-Erbin wurde der sechsmonatige Ausflug auf die "dunkle Seite" zu einer heilsamen Erfahrung, die ihr die eigene Identität vor Augen führte. Sie erkannte klar, wo sie sich innerlich verortet, und fand deutliche Worte für ihr Selbstverständnis: "Ich bin eine geborene Blondine. Ich werde auch immer eine Blondine sein." Damit räumte sie jeden Zweifel daran aus, dass die braunen Haare für sie mehr als nur eine kurze Laune waren.

Gleichzeitig nutzte der TV-Star das Interview, um mit einem weit verbreiteten gesellschaftlichen Mythos aufzuräumen. Der hartnäckigen Behauptung, dass blonde Frauen überall bevorteilt werden und es im Berufsleben automatisch leichter haben, widersprach die Tirolerin vehement: "Das ist nicht immer so." Im Berufsalltag erlebe man oft die gegenteilige Realität, in der man sich gegen Klischees und Vorbehalte behaupten muss.

Glamour und der tägliche Kampf um Respekt im Showgeschäft

Aus ihrer langjährigen Erfahrung vor den Kameras schöpft Swarovski ein schonungsloses Urteil über das Ansehen blonder Frauen im Beruf. Wer im Rampenlicht steht, müsse sich aktiv zur Wehr setzen: "Blondinen müssen auch richtig fighten. Man kann sich nicht alles gefallen lassen." Hübsch, blond und glamourös aufzutreten, könne sich im Showgeschäft rasch zu einer handfesten Bürde entwickeln, wenn man für voll genommen werden möchte.

Die Moderatorin nahm kein Blatt vor den Mund und brachte die Missstände schonungslos auf den Punkt: "Das Entertainment-Business ist generell ein sehr hartes Business. Und als Blondine wird man vielleicht nicht so ernst genommen wie eine Brünette – ganz brutal gesagt." Ob sie selbst in ihrem brünetten Halbjahr tatsächlich anders wahrgenommen wurde, kann sie allerdings nicht mit Gewissheit sagen, da sie fast ihre gesamte Laufbahn als Blondine bestritt. Fest steht für sie jedoch, dass die blonde Victoria zurück ist – und damit exakt jene Version ihrer selbst, die sie am meisten wiedererkennt.