Sturm-Warnung

Bombenzyklon trifft Europa mit voller Wucht

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Europa steht ein turbulentes Sturmwochenende bevor.
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Mit "Austen", der im deutschsprachigen Raum auch "Luise" genannt wird, und dem nachfolgenden Tief "Boelo" ziehen innerhalb weniger Tage zwei kräftige Sturmtiefs über den Kontinent. Besonders Großbritannien, Frankreich und Deutschland müssen sich auf heftige Böen, Starkregen und mögliche Verkehrsbehinderungen einstellen. Im Zentrum der Warnungen steht ein sogenannter Bombenzyklon.

Der erste Sturm erreicht am Freitag die Britischen Inseln und zieht anschließend über Teile Europas. An exponierten Küstenabschnitten sind Windgeschwindigkeiten von mehr als 120 km/h möglich. Über dem Meer können die Böen noch deutlich stärker ausfallen. Auch in Deutschland warnt der Wetterdienst vor stürmischen Verhältnissen. Auf Berggipfeln sind orkanartige Böen möglich, an der Nordsee drohen schwere Sturmböen.

Doch was ist ein Bombenzyklon?

Der Begriff bezeichnet ein Tiefdruckgebiet, das sich außergewöhnlich schnell verstärkt. Meteorologen sprechen dabei auch von einer rapiden Zyklogenese. Als Bombenzyklon gilt ein Tief, dessen Luftdruck innerhalb von 24 Stunden um mindestens 24 Hektopascal fällt. Entscheidend ist also nicht allein die Windstärke, sondern vor allem die Geschwindigkeit, mit der sich das Tief intensiviert.

Ausgelöst wird diese Entwicklung häufig durch das Zusammentreffen kalter Luft aus dem Norden mit warmer, feuchter Luft aus südlicheren Regionen. Dabei kann sich ein ausgeprägtes Sturmfeld entwickeln, das neben Orkanböen auch kräftige Niederschläge und an Küsten Sturmfluten verursachen kann.

Am Samstag folgt mit "Boelo" bereits das nächste Sturmtief. Besonders im Norden und Westen Europas bleibt die Sturmgefahr damit hoch. Auch in Deutschland werden in der Nacht auf Sonntag erneut schwere Böen erwartet. In Österreich liegt der Alpenraum nach derzeitigen Prognosen nicht im Zentrum der stärksten Windfelder. Auswirkungen der großräumigen Wetterlage sind dennoch möglich.