Der Austrian Defence Monitor misst den Zustand der österreichischen Umfassenden Landesverteidigung – militärisch, zivil, wirtschaftlich und geistig. Dahinter steht ein Thinktank aus echten Sicherheits-Experten wie Militäranalyst Franz-Stefan Gady, Generalmajor Thomas Starlinger, Dr. Gustav Gressel oder Dr. Werner Fasslabend als Berater.
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Der neue Austrian Defence Monitor vergleicht 23 Indikatoren der umfassenden Landesverteidigung mit Mindestzielen, die sich aus offiziellen Vorgaben wie dem Aufbauplan des Bundesheeres ableiten.
Zu wenig Soldaten
14 davon werden derzeit nicht erreicht. Statt mindestens 36 Kampfflugzeugen gibt es 15, statt 75.000 Soldaten im Mobilmachungsfall rund 55.000. Schutzraumplätze gibt es für etwa 5 % der Bevölkerung, das Ziel liegt bei 70 %. Die Verteidigungsausgaben liegen bei rund 1,2 % des BIP.
Während viele europäische Staaten angesichts der Sicherheitslage aufrüsten, bleibt Österreich bei mehreren Kennzahlen deutlich unter den Vorgaben. Die Wehrpflichtreform droht zu scheitern, das Verhältnis von Zivildienst zu Wehrdienst ist schon im Oktober gekippt.
“Uns gehen gerade tausende Grundwehrdiener verloren. Nehmen wir den Jahrgang 2008 mit ca. 37.000 stellungspflichtigen Männern. Rund 8000 werden untauglich sein und von den verbleibenden 29.000 gehen laut aktuellen Meldungen 17.500 bis 18.000 zum Zivildienst. Das Verhältnis zwischen Grundwehrdienst und Zivildienst, der ein Wehrersatzdienst ist, kippt gerade komplett. Das gehört sofort gestoppt.”
Leiter der Wehrdienstkommission, Miliz-Beauftragter Erwin Hameseder, gegenüber profil
So melden sich etwa zwei Drittel eines Jahrgangs zum Zivildienst, der derzeit laut Regierung nicht verlängert wird und bei neun Monaten bleibt. Der entbehrungsreiche Wehrdienst soll hingegen auf neun Monate verlängert werden. Für viele ist da die Entscheidung klar: Zivildienst, zuhause im Heimatort, ist allenfalls bequemer als einkaserniert zu sein. Österreichs Politik erweist der Sicherheit Österreichs einen Bärendienst.