Preisvergleich
Camping in Europa: Hier ist es laut Ranking am teuersten & billigsten
Für viele Urlauber galt Camping lange als günstige Alternative zum Hotelurlaub. Doch wer diesen Sommer mit Wohnwagen oder Caravan unterwegs ist, muss vielerorts deutlich tiefer in die Tasche greifen als noch vor wenigen Jahren. Eine aktuelle Auswertung des Campingspezialisten ACSI zeigt: Die Preise für Campingplätze sind in Europa kräftig gestiegen. Besonders teuer wird es an der Adria, während Osteuropa weiterhin mit vergleichsweise günstigen Stellplätzen lockt.
Campingurlaub kostet heuer deutlich mehr
Laut ACSI kostet eine Campingübernachtung für eine Familie heute fast ein Viertel mehr als noch im Jahr 2020. Konkret stiegen die Preise um 24,7 Prozent. Berechnet wurde dabei ein typischer Stellplatz für eine Familie mit zwei Kindern und Caravan. Bereits frühere ACSI-Daten zeigten diesen Trend: Während der europäische Durchschnittspreis in der Hochsaison 2023 noch bei 33,22 Euro lag, waren es 2025 bereits 35,79 Euro – inklusive Strom und Touristensteuer.
Kroatien bleibt Europas teuerstes Campingland
Wer seinen Campingurlaub in Kroatien plant, sollte ausreichend Budget einplanen. Laut der aktuellen Auswertung ist das beliebte Urlaubsland erneut Spitzenreiter bei den Preisen. Eine Familie zahlt dort durchschnittlich 78,28 Euro pro Nacht für einen Stellplatz.
Auf den weiteren Plätzen folgen:
- Schweiz: 61,33 Euro
- Slowenien: 60,14 Euro
- Italien: 58,86 Euro
- Dänemark: 53,83 Euro
- Norwegen: 53,82 Euro
- Österreich: 51,89 Euro
- Spanien: 48,81 Euro
- Vereinigtes Königreich: 44,43 Euro
- Andorra: 44,13 Euro
Norwegen verzeichnet den größten Preissprung
Besonders auffällig ist die Entwicklung in Norwegen. Kostete eine Campingübernachtung dort im Jahr 2020 durchschnittlich noch 27,74 Euro, liegt der Preis inzwischen bei 53,82 Euro. Damit haben sich die Kosten innerhalb weniger Jahre nahezu verdoppelt. Zwar gehört Norwegen damit nicht zum teuersten Campingland Europas, beim Preisanstieg liegt das Land jedoch ganz vorne.
Italien wird wieder etwas günstiger
Zwischen all den Preissteigerungen gibt es auch einzelne Ausnahmen. So sind die Campingpreise in Italien zuletzt leicht gesunken. Laut ACSI fiel der Durchschnittspreis um knapp sechs Prozent auf 55,64 Euro pro Nacht. Als Grund nennen die Expert den stärkeren Wettbewerb innerhalb Italiens sowie die Konkurrenz durch Nachbarländer. Auch Schweden verzeichnete in früheren Erhebungen sinkende Preise.
Die günstigsten Campingländer Europas
Wer beim Urlaub sparen möchte, findet vor allem in Osteuropa attraktive Alternativen. In Polen, Rumänien, Ungarn und Tschechien liegen die durchschnittlichen Übernachtungspreise meist zwischen 24 und 29 Euro pro Nacht und damit deutlich unter dem europäischen Durchschnitt. Noch günstiger wird es nur in einem Land.
Türkei bleibt Preis-Leistungs-Sieger
Die Türkei ist laut ACSI derzeit das günstigste Campingland Europas. Dort kostet eine Campingübernachtung im Durchschnitt weniger als 14 Euro pro Nacht. Gleichzeitig ist die Türkei das einzige Land in der Auswertung, in dem die Preise im Vergleich zu 2020 langfristig sogar gesunken sind. Für preisbewusste Camper könnte das Land damit in diesem Sommer besonders interessant werden.
Die Preisunterschiede sind enorm
Die aktuellen Zahlen zeigen, wie stark die Campingkosten innerhalb Europas mittlerweile auseinandergehen. Während Familien in Kroatien fast 80 Euro pro Nacht bezahlen, gibt es in der Türkei oder in Teilen Osteuropas Stellplätze für einen Bruchteil des Preises.