Zwei Rückkehrer

Capitals gehen mit Top-Verpflichtungen in Saison

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Dreimal war die Saison der Vienna Capitals zuletzt schon vor dem Viertelfinale zu Ende. Zwei Profis, die sich im österreichischen Eishockey einst einen guten Namen gemacht haben, sollen die Wiener in der am Freitag beginnenden ICE-Ligasaison zurück zum Erfolg führen.
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Der Austro-Kanadier Mike Stewart ist nach 14 Jahren als Trainer in der DEL nach Österreich zurückgekehrt, Center Konstantin Komarek spielt nach einem Jahrzehnt im Ausland erstmals für den Club seiner Heimatstadt.

"Wir reden von Mentalität und Entschlossenheit, das wollen wir gleich in der ersten Woche zeigen. Ich stehe für aggressives Eishockey, dass die Jungs bereit sind zu kämpfen. Dann können wir viele Punkte sammeln", erklärte Stewart vor dem Saisoneinstieg mit den Auswärtsspielen in Bozen (Freitag) und Innsbruck (Samstag).

Die Top sechs und damit die direkte Qualifikation für das Viertelfinale sind das erste Saisonziel. Der Weg dorthin wird aber "lange und steinig" sein, betonte der 54-Jährige.

Erfolgreiche Vita für Stewart

Stewart bringt viel Erfahrung aus Deutschland mit, wo er die Fischtown Pinguins, Augsburger Panther, Kölner Haie und zuletzt fünf Jahre lang die Grizzlys Wolfsburg als Cheftrainer führte. Seine Trainerkarriere startete er in Österreich als Coach des VSV (2011/12), für den er davor neun Jahre lang verteidigte.

Zwei Meistertitel (2002, 2006) und zwei A-Weltmeisterschaften für das ÖEHV-Team stehen in seiner Vita. Stewart stand dabei auch für Härte, die ihm in Anlehnung an Mike Tyson den Spitznamen "Iron Mike" einbrachte. Viel Freude hat er mit dieser Bezeichnung heute nicht mehr, als Respekt vor seinem Idol. "Es gibt nur einen Iron Mike", und das ist Tyson, sagte Stewart, der einst selbst boxte, um sich körperlich zu entwickeln. Einige Gegenspieler bekamen das schmerzhaft zu spüren.

Komarek verpasst Saisonstart

Heute würde es in der Liga weniger Härte und viel mehr spielerische Lösungen geben, betonte Stewart. Was ihn und sein Team erwartet, werde man aber erst sehen. "Man muss schauen, wo wir stehen. Wir müssen die Liga kennenlernen", erklärte der Trainer, der noch auf einen der hochkarätigen Neuen verzichten muss. Komarek musste in den Vorbereitungsspielen verletzt pausieren und ist auch am Wochenende noch nicht einsatzbereit.

Auf sein Debüt im Dress der Wiener brennt der 33-Jährige schon. Der Stürmer war als Teenager nach Schweden gewechselt und verbrachte den Großteil seiner Karriere im Land des elffachen Weltmeisters. Unterbrochen hat er sein Schweden-Engagement von 2012 bis 2016 in Salzburg und 2020/21 in Riga bzw. Bern. Nun wollte er "unbedingt nach Wien kommen. Für mich war wichtig, wo zu spielen, wo es größere Bedeutung für mich hat. Der Platz für mich auf dieser Welt ist Wien", erklärte er.