Politik-Aufreger

CDU-"MILF" will in den Stadtrat

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Eine CDU-Politikerin sorgt im Internet mit einer Kette für Aufsehen. Auf dem Plakat trägt sie die Aufschrift "MILF" und wird dafür angefeindet.
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Corinna Jodeit tritt bei der Kommunalwahl in Niedersachsen an und möchte für die CDU in den Stadtrat von Wildeshausen im Landkreis Oldenburg einziehen. Auf einem ihrer Wahlplakate trägt die 38-Jährige eine dünne, goldene Halskette mit dem Wort MILF. Die Abkürzung steht für "Mother I’d like to fuck", übersetzt "Mutter, mit der ich gerne Sex hätte". Gemeint sind damit sexuell attraktive Frauen mittleren Alters, ganz unabhängig davon, ob sie tatsächlich Mütter sind. In der Porno-Branche ist der Begriff eine feststehende Bezeichnung. Kritiker monieren wiederum, dass das Wort vulgär sei und Frauen auf ihr Äußeres reduziere.

Bedeutung von Stärke und Selbstständigkeit

In einem Gespräch mit der Mediengruppe "Kreiszeitung" räumte die CDU-Kandidatin ein, dass die Abkürzung natürlich provokant sei. Sie könne verstehen, dass nicht jeder diese Kette befürwortet. Für sie selbst drücke der Begriff MILF jedoch Selbstständigkeit und Stärke aus. Die Mutter eines 13-jährigen Sohnes ergänzte, dass sie gerne eine Mutti sei, aber eben nicht nur das. Es wäre für sie nicht authentisch gewesen, das Schmuckstück für das Foto abzunehmen. Mit ihren knalligen Nägeln, den bunten Tattoos und der Kette entspreche sie schlichtweg nicht dem klassischen Bild einer konservativen Kandidatin.

Rückhalt trotz Anfeindungen aus Internet

Weiter sagte Jodeit der "Kreiszeitung", dass sie nicht unbedingt wie CDU aussehe. Die Anfeindungen aus dem Netz gehen zwar keineswegs spurlos an ihr vorbei, an ihrer Kandidatur halte die 38-Jährige aber dennoch fest. Bei der Kritik gehe es laut ihr gar nicht um die Kette selbst, sondern darum, dass es ihr schwerer gemacht werden soll. Innerhalb der CDU erfahre sie jedenfalls jede Menge Rückhalt. Auch auf ihrem eigenen Instagram-Account erhält die Politikerin viele positive Rückmeldungen.