Neue Regel

Bis zu 2.000 Euro Strafe! Hier gilt ab sofort Rauchverbot

Mann raucht draußen eine Zigarette, Rauch ist zu sehen.
© Getty Images/iStockphoto
Seit dem 20. August ist es offiziell: Das achtlose Wegwerfen von Zigarettenstummeln sowie verwandten Produkten und Erzeugnissen auf Kinderspielplätzen ist in ganz Österreich strengstens verboten.
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Damit soll die Gesundheit der jüngsten Mitglieder der Gesellschaft geschützt und die Umwelt sauber gehalten werden. Die Behörden greifen bei Verstößen ab sofort hart durch. Bei einer Missachtung des neuen Gesetzes drohen saftige Verwaltungsstrafen von bis zu 500 Euro. Wer ein weiteres Mal dabei erwischt wird, wie er eine Zigarette auf einem Spielplatz wegwirft, muss im Wiederholungsfall sogar mit einer Strafe von bis zu 2.000 Euro rechnen. Spezielle Hinweistafeln an den Eingängen und auf den Arealen der Spielplätze sollen die Bevölkerung ab sofort auf die neue Gesetzeslage aufmerksam machen.

Die gesetzliche Grundlage für diese Maßnahme bildet eine umfassende Novelle zum Tabak- und Nichtraucherschutzgesetz. Diese wurde bereits im Juni im Nationalrat mit breiter parlamentarischer Zustimmung beschlossen. Die Abgeordneten von ÖVP, SPÖ, NEOS und den Grünen stimmten geschlossen für die Neuregelung, um den Kinderschutz im öffentlichen Raum entscheidend zu verbessern.

Gefahr von schweren Nikotinvergiftungen bei Kleinkindern

Der Hintergrund des Verbots ist äußerst ernst und stützt sich auf besorgniserregende medizinische Daten. Die zuständige Staatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig betonte im Zuge der Debatte, dass die Zahl der akuten Nikotinvergiftungen in den vergangenen Jahren massiv zugenommen hat. Besonders alarmierend ist dabei, dass weit mehr als die Hälfte aller registrierten Vergiftungsfälle – nämlich rund 58 Prozent – Kleinkinder in ihren ersten Lebensjahren betreffen. Kleinkinder erkunden ihre Umwelt intensiv mit dem Mund und stecken herumliegende Gegenstände oft arglos hinein.

Hand eines Mannes hält draußen eine brennende Zigarette, Rauch steigt auf.
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Ein einziger weggeworfener Zigarettenstummel enthält noch immer eine hohe Konzentration an giftigem Nikotin sowie zahlreichen anderen krebserregenden Schadstoffen. Wenn ein Kleinkind einen solchen Stummel verschluckt oder auch nur in den Mund nimmt, kann dies innerhalb kürzester Zeit zu schwersten Vergiftungserscheinungen wie Erbrechen, Kreislaufkollaps oder Atemnot führen. Das neue Gesetz soll nun sicherstellen, dass Sandkisten, Rutschen und Wiesenbereiche auf Spielplätzen sichere Zonen ohne solche Gefahrenquellen bleiben.

Bund zieht nach Wiener Vorbild nach

Mit dem neuen bundesweiten Verbot orientiert sich die Regierung an bereits erprobten Maßnahmen aus der Bundeshauptstadt. In Wien gilt auf Kinderspielplätzen schon seit längerer Zeit ein gänzliches Rauchverbot, welches sich in der Praxis sehr bewährt hat. Der Bund zieht nun mit dem gezielten Wegwerfverbot beim Kinderschutz nach, um einen österreichweit einheitlichen Mindeststandard zu garantieren.

Neben der direkten Gesundheitsgefahr für Kinder spielen auch ökologische Aspekte eine wichtige Rolle. Ein einziger Zigarettenfilter benötigt viele Jahre, um in der Natur zu verrotten, und kann dabei hunderte Liter Grundwasser mit Giftstoffen verunreinigen. Das neue Gesetz ist somit nicht nur eine wichtige Maßnahme für den Jugendschutz, sondern auch ein entscheidender Schritt für den Umweltschutz im urbanen Raum. Die Gemeinden sind nun gefordert, die Einhaltung des Verbots und die Montage der Hinweistafeln rasch umzusetzen.

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