US-Präsident Donald Trump hat die Ankunft Zehntausender Migranten in der spanischen Nordafrika-Exklave Ceuta als "schrecklich" bezeichnet und vor einem hypothetischen ähnlichen Szenario in den USA gewarnt. "Das ist schrecklich. Erinnert euch an dieses Bild", zitierte ihn der Sender Fox News. "So wird es uns in drei Jahren ergehen, wenn die falsche Seite an die Macht kommt", sagte er in Anspielung auf einen möglichen Gewinn der Demokraten bei der Präsidentschaftswahl 2028.
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Wenn die Demokraten an die Macht kämen, würden die Amerikanerinnen und Amerikaner kein gutes Leben mehr führen, warnte Trump laut Fox News. Der Republikaner ist für eine restriktive Migrations- und aggressive Abschiebepolitik bekannt. Er wirft den Demokraten immer wieder vor, den USA mit einer liberalen Migrationspolitik geschadet zu haben. Auch die Migrationspolitik europäischer Länder hat Trump in der Vergangenheit bereits mehrfach kritisiert.
Der US-Präsident nutzte auch eine Kabinettsitzung auf dem Landsitz Camp David, um die Situation in Ceuta zu adressieren. Es sehe "wie eine Invasion eines Landes" aus. Dasselbe würde im Fall einer Wahlniederlage seiner Republikaner in den USA passieren - "nur schlimmer", in größerem Ausmaß, behauptete er.
US-Außenministerium: Spanische Regierung trägt die Schuld
Auch das US-Außenministerium äußerte sich auf X: "Die USA stehen an der Seite der spanischen Bevölkerung und aller Europäer gegen diese ungeheuerliche Verletzung ihrer Souveränität und ihrer Menschenrechte." Das Ministerium warf der spanischen Regierung dabei vor, dass dies das Ergebnis angeblich gezielter Bemühungen sei, "illegale Masseneinwanderung nach Europa" zu ermöglichen und zu erleichtern.
"Wir erwägen Maßnahmen, um Amerikaner im In- und Ausland vor dieser Bedrohung zu schützen, und sind bereit, andere europäische Verbündete, die ähnliche Optionen in Betracht ziehen, zu unterstützen." Was für Maßnahmen ihnen konkret vorschweben und worin genau es eine Bedrohung für Amerikaner sieht, führte das US-Ministerium dabei nicht aus.
Migrantenandrang stürzt Madrid in die Krise
Der Andrang von Migranten auf die Nordafrika-Exklave Ceuta hat Spanien in eine Krise gestürzt. In den vergangenen Tagen erreichten Zehntausende Menschen die Exklave von Marokko aus, überwiegend schwimmend. 57 Migranten kamen beim Versuch, aus Marokko nach Ceuta zu gelangen, ums Leben. Das Gebiet in Nordafrika wird vom Mittelmeer und von Marokko eingeschlossen. Mittlerweile sollen mehrere Zehntausende wieder nach Marokko zurückgekehrt sein.