Nach WM-Aus

Grünen-Jugend-Chef attackiert Fußball-Fans heftig

© Instagram / luis.bobga
Der Bundessprecher der deutschen Grünen Jugend, Luis Bobga, sorgt mit harten Worten für Aufsehen. Nach dem WM-Aus Deutschlands stellt er eine Verbindung zu häuslicher Gewalt her.
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Der Chef der deutschen Nachwuchsorganisation zog nach dem Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft gegen Paraguay auf Threads und Instagram ordentlich vom Leder. Luis Bobga attackierte die Fans im Nachbarland und setzte das sportliche Großereignis direkt mit Gewalt gegen Frauen gleich. Konkret tippte er in die Tastatur: "Du sagst Elfmeter heißt Nervenkitzel, aber was ist das für deine Nachbarin, wenn Fehlschuss bedeutet, dass ihr Mann sie danach zusammenschlägt?" Im selben Atemzug stellte er die Behauptung auf, dass wohl viele Männer mitten in der Nacht betrunken ihre Wut über Paraguay an ihren Partnerinnen ausgelassen hätten.

Harte Kritik an Symbolen

Die Emotionen rund um das deutsche Team sind dem Politiker offenbar ein Dorn im Auge. Er forderte die Anhänger im Nachbarland unmissverständlich auf: "So und jetzt hängt eure scheiß Deutschland-Flaggen wieder ab". Schadenfreude gab es von ihm auch bezüglich der vergebenen Strafstöße. Er gab offen zu, sich darüber gefreut zu haben, dass die deutschen Kicker Havertz und Woltemade vom Punkt scheiterten und eben nicht Undav und Sané. Für diese Debatte seien die Leute aber laut ihm noch "nicht ready".

Verweis auf Studienlagen

Als Argumentation für seinen Rundumschlag nutzte der deutsche Funktionär die Behauptung, dass die Zahlen bei häuslicher Gewalt im Zuge von Fußballturnieren nachweislich in die Höhe gehen. Das sei wissenschaftlich untermauert. Wenn die Männer laut Luis Bobga einmal so viel Energie für den rechtlichen Schutz vor sexualisierter Gewalt oder für finanzielle Mittel für Frauenhäuser aufbringen würden, wie für die Forderung nach dem Rücktritt von Trainer Nagelsmann, würde die Welt ganz anders aussehen.

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Schon vorher auffällig

Es ist nicht das erste Mal, dass der deutsche Nachwuchs-Chef aneckt. Schon vor rund zwei Wochen erklärte er zwar in einem Video, es sei "natürlich völliger Quatsch", dass alle Menschen mit den deutschen Nationalfarben politisch rechts stünden. Die Gesellschaft müsse den Stolz auf eine demokratische Gesellschaft aushalten. Gleichzeitig betonte er aber, dass betrunkene Gruppen mit deutschen Fahnen Ängste auslösen, da damit Erfahrungen von Rassismus oder sexueller Belästigung verknüpft werden. Er selbst sei schon rassistisch beschimpft worden. Bereits zu Jahresbeginn im Januar stand er in der Kritik, weil er CSU-Chef Markus Söder als "Hurensohn" bezeichnete, wofür er um Entschuldigung bat.