Drohnen am Himmel

China feiert Oberösterreich mit Mega-Spektakel

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Rot leuchtende Wolkenkratzer und hunderte Drohnen am Nachthimmel: Mit einer spektakulären Show wurde Oberösterreich in China gefeiert. Dahinter steckt eine besondere Verbindung, die heuer 30 Jahre alt wird.
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Der Schauplatz ist Jinan, die Hauptstadt der Provinz Shandong. Die Stadt hat mit rund 9,6 Millionen Einwohnern sogar mehr Bewohner als ganz Österreich. Der Grund für den spektakulären Empfang ist eine besondere Verbindung: Oberösterreich und Shandong sind seit 30 Jahren durch einen Partnerschaftsvertrag verbunden. Zum Jubiläum reiste Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander (ÖVP) nach China – begleitet von Schülerinnen und Schülern aus Enns.

Wolkenkratzer leuchteten in Oberösterreich-Rot

Den Auftakt bildete die Pflanzung eines Freundschaftsbaums im botanischen Garten von Jinan. Gemeinsam mit dem Vizegouverneur von Shandong, Sun Ximin, setzte Haberlander damit ein Zeichen für die langjährige Verbindung. Das Grün des Baums solle die Freundschaft zwischen den beiden Regionen dauerhaft symbolisieren, erklärte Sun.

Zum Jubiläum reiste Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander (ÖVP) nach China. © APA/FOTOKERSCHI.AT/ANTONIO BAYER

Am Abend folgte das große Spektakel: Millionen LEDs tauchten die Wolkenkratzer im Geschäftsviertel von Jinan in Oberösterreich-Rot. Auch das oberösterreichische Landeswappen war auf den Fassaden zu sehen. Anschließend formten hunderte Drohnen Bilder am Himmel – darunter eine Linzer Torte, die Pöstlingbergbahn und Windräder.

Gin aus dem Salzkammergut als Gastgeschenk

Auch kulinarisch und kulturell wurde die Partnerschaft sichtbar. Haberlander überreichte Sun einen Traunstein-Gin vom Sammerhof in Kirchham sowie eine handbemalte Kugel mit traditionellen Motiven des Oberösterreichischen Heimatwerks. Die chinesische Seite schenkte ihr ein Seidentuch.

Bei dem Treffen wurde außerdem vereinbart, die Zusammenarbeit weiter auszubauen. Ein bestehendes Sportabkommen, das seit 2023 Badminton und Tischtennis umfasst, soll künftig auch Reiten, Fechten und Skifahren einschließen.

Schüler aus Enns reisen nach China

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Austausch junger Menschen. 16 Schülerinnen und Schüler sowie zwei Lehrkräfte der siebten Klasse des BRG Enns begleiteten die oberösterreichische Delegation. Neben Jinan stehen für die Jugendlichen auch Qingdao und Peking auf dem Programm. An zwei Partnerschulen sollen sie zudem Unterricht erleben.

Der Gegenbesuch ist bereits geplant: Im April 2027 sollen chinesische Schülerinnen und Schüler nach Oberösterreich kommen und bei Gastfamilien wohnen. Haberlander sieht in dem Austausch eine wichtige Möglichkeit, das gegenseitige Verständnis zwischen den Kulturen zu stärken.