200 Gäste, eine Botschaft

Christen in Not: ÖVP-Wien mahnt gegen falsche Toleranz

© ÖVP Wien
Mehr als 200 Gäste, Kirchen aller Konfessionen und eine klare Botschaft: Im Wiener Rathaus ging es um verfolgte Christen und um deren Sicherheit in Wien.
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Mehr als 200 Gäste kamen am Mittwoch in die Volkshalle des Rathauses. Der Rathausklub der Wiener Volkspartei hatte zu „Christen in Bedrängnis" geladen. Erstmals widmet sich dort eine Großveranstaltung dem Schicksal der Christen im Nahen Osten.

Orthodoxe, Katholiken und Freikirchen saßen gemeinsam im Saal. Hilfsorganisationen wie Open Doors und Kirche in Not waren mit Infotischen vertreten.

Gut besuchte Veranstaltungen, Kirchen aller Konfessionen. © ÖVP NÖ

Breite Front

Der Keynote-Speaker aus Syrien, aus Sicherheitsgründen anonym, schlägt Alarm. Vor 2011 stellten Christen zehn bis zwölf Prozent der Bevölkerung, heute sind es nur noch drei bis vier Prozent. Falsche Toleranz darf nicht dazu führen, dass wir unsere Lebensweise aufgeben, so der Sprecher.

Der antiochenisch-orthodoxe Erzpriester Nikola Wahbeh warnte: Österreich soll von den Erfahrungen der Christen im Nahen Osten lernen und darf nicht mit dem Feuer spielen. Eine iranische Konvertitin, die aus Sicherheitsgründen ebenfalls nicht namentlich genannt werden möchte, schilderte, dass Konvertiten auch in Österreich in Angst leben. Und Pater Karl Wallner (Heiligenkreuz) nahm der Runde die rosarote Brille ab und nannte die Entwicklung alarmierend: Die demografische Entwicklung beim Anteil der Christen und der Katholiken ist alarmierend, es braucht mehr Kinder und die Weitergabe des Glaubens.

Klare Ansage

Klubobmann Harald Zierfuß forderte, Christenverfolgung beim Namen zu nennen und den Schutz von Christen sowie christlicher Traditionen und Lebensweisen in Wien sicherzustellen, vor allem für jene Christen, die vor Verfolgung nach Österreich geflohen sind. Und Parteiobmann Markus Figl schließlich sagte: „Christliche Werte und Traditionen bilden das Fundament unseres Landes." Wir dürfen sie in Anbetracht von falscher Toleranz nicht verleugnen, sondern müssen sie mit Selbstbewusstsein auch leben. Zum Schluss sang ein Chor der syrisch-orthodoxen Kirche das Vater Unser in der Sprache Jesu.