Pilot niedergestochen

"Wie 11. September" - Pilot wollte Flieger zum Absturz bringen

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An Bord der FlyDubai-Maschine spielten sich dramatische Szenen ab.
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Dramatische Szenen an Bord eines Flydubai-Fluges von Dubai nach Tel Aviv: Während des Fluges soll es im Cockpit zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung zwischen den Piloten gekommen sein. Nach Angaben israelischer Behörden soll einer der Piloten den anderen mit einem Messer angegriffen und anschließend versucht haben, die Kontrolle über die Boeing 737 zu übernehmen. Das Flugzeug setzte daraufhin einen Entführungsalarm ab und musste in Saudi-Arabien landen. Die Behörden gingen von einem Terrorverdacht aus, es würden aber auch psychische Ursachen in Betracht gezogen, hieß es.

Dramatische Szenen

Besonders brisant sind die inzwischen erhobenen Vorwürfe. Ein israelischer Offizieller sagte dem Sender Channel 12, ein Pilot habe den anderen niedergestochen und versucht, einen Anschlag "wie am 11. September" zu verüben. Die Maschine habe zu sinken begonnen, ehe ein weiteres Pilotenteam die Kontrolle übernehmen konnte. Dieses soll sich wegen eines Routinevorgangs ebenfalls an Bord befunden und die Cockpittür geöffnet haben.

Der angreifende Copilot soll aus dem Oman stammen, sein Pilotenkollege aus den Emiraten. Der Verdächtige werde zur Zeit in Saudi-Arabien verhört, meldeten Medien. Erste Berichte hatten den Piloten als Russen und den Copiloten als Ukrainer identifiziert.

Schreie und Blut

Auch Passagiere berichteten von dramatischen Szenen. Sie hörten Schreie aus dem Cockpit und sahen laut Medienberichten Blut. Während des Vorfalls soll die Maschine innerhalb kurzer Zeit mehrere tausend Meter an Höhe verloren haben.

Notfallcode

Zuvor hatte der Flug FZ1073 zunächst den internationalen Notfallcode 7700 und anschließend den Code 7500 gesendet, der auf eine mögliche Entführung oder widerrechtliche Einflussnahme hinweist. Israelische Kampfjets wurden daraufhin alarmiert. Schließlich landete die Maschine sicher in Tabuk im Nordwesten Saudi-Arabiens. Alle Passagiere blieben nach Angaben von Flydubai sicher.

Die Angaben zum genauen Ablauf sind derzeit allerdings noch widersprüchlich. Erste Berichte sprachen lediglich von einer Prügelei zwischen den Piloten. Inzwischen behandeln israelische Behörden den Vorfall als möglichen Terroranschlag und untersuchen den Verdacht, dass der Angriff mit einem geplanten Absturz verbunden war. Flydubai selbst hat bislang keine Details zur Auseinandersetzung genannt und lediglich bestätigt, dass es an Bord einen "Vorfall" gegeben habe.

Für die rund 150 bis 180 Passagiere – die Angaben zur Zahl unterscheiden sich je nach Quelle – wurde ein Ersatzflug organisiert. Die Ermittlungen zum Motiv und zum genauen Geschehen im Cockpit laufen.