Das Derby zwischen IJsselmeervogels und GVVV sollte eigentlich für sportliche Schlagzeilen sorgen. Stattdessen kam es in der Halbzeitpause zu einem schweren Zwischenfall.
Nach Angaben von IJsselmeervogels wurde Quiermo Dumay auf dem Weg in die Kabinen im Bereich der Katakomben des Sportparks De Westmaat in Spakenburg von einem GVVV-Trainer geschlagen.
Der Spieler soll dabei so schwer im Gesicht getroffen worden sein, dass er bewusstlos zu Boden ging. Er blutete stark und verlor mehrere Zähne. Anschließend musste Dumay laut seinem Verein ins Krankenhaus gebracht und von einem Kieferchirurgen behandelt werden.
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Spieler benennt mutmaßlichen Angreifer
Dumay war erst im Sommer von GVVV zu IJsselmeervogels gewechselt. Gegenüber seinem Trainer Willem Leushuis soll er nach dem Vorfall GVVV-Co-Trainer Jhon van Beukering als denjenigen benannt haben, der zugeschlagen habe.
Leushuis schilderte die Attacke gegenüber "TV Utrecht" drastisch: Der Mann habe "wie ein Straßenkämpfer" zugeschlagen.
IJsselmeervogels erstattete noch am selben Abend Anzeige. Die eigene Mannschaft wollte nach dem Vorfall nicht mehr weiterspielen. Der Schiedsrichter brach die Partie deshalb zur Halbzeit ab. Zu diesem Zeitpunkt führte GVVV mit 2:0.
Polizei muss Fans auseinanderhalten
Auch abseits des Spielfelds blieb die Situation angespannt. Die Polizei musste nach dem Spiel gemeinsam mit Ordnern verhindern, dass Anhänger beider Vereine aufeinander losgingen.
Nach Angaben eines Polizeisprechers hatte es bereits während der ersten Halbzeit Unruhen auf der Tribüne gegeben. Festnahmen gab es zunächst keine.
Beschuldigter weist Vorwürfe zurück
Van Beukering selbst bestreitet die Darstellung. In einer eigenen Stellungnahme schilderte er den Ablauf anders. Demnach seien zunächst Spieler und Mitarbeiter von GVVV angegriffen und geschubst worden.
Der Verein zog dennoch Konsequenzen: Sowohl Jhon van Beukering als auch sein Bruder Dennis van Beukering, der Cheftrainer von GVVV, wurden freigestellt.
Der Klub kündigte außerdem an, weitere Maßnahmen zu prüfen, sobald mehr Details zu dem Vorfall bekannt sind.