Politik-Insider

Dann kehrt Sebastian Kurz wirklich in die Politik zurück

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Wer in der ÖVP Kurz wieder an der Spitze will und was er vorher plant.
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Die Umfragen der vergangenen Wochen – sowohl jene den Bund als auch die Länder betreffend – machen immer mehr in der ÖVP nervös. Immerhin liegt die Kanzler-Partei nur noch bei rund 20 Prozent – manchmal knapp drunter, gelegentlich knapp drüber.

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Dementsprechend laufen wieder einmal im Hintergrund Talks über Sebastian Kurz innerhalb der ÖVP. Mehrere Türkise versuchten in den vergangenen Wochen auszuloten, ob der Ex-Kanzler bereit für ein Comeback sei.

Wie in dieser Kolumne bereits berichtet, hat der einstige Ober-Türkise vor einer möglichen Rückkehr andere Pläne. Er will sein extrem erfolgreiches Start-up Dream – theoretische Bewertung: 3 Milliarden Euro – in maximal zwei Jahren an die Börse bringen.

Noch ein Jahr den Investoren verpflichtet

So berichten auch Insider, dass er noch gut ein Jahr Investoren verpflichtet sei.

Danach könnte sich die Situation freilich schlagartig ändern.

Auch wenn er via Instagram-Post aus New York derzeit ein Polit-Comeback ausgeschlossen habe, dementiert er freilich nicht, ein "politischer Mensch und ein political animal" zu sein.

Im Kanzleramt dürfte man die Treffen von Sebastian Kurz – zuletzt eben mit FPÖ-Chef Herbert Kickl – mit Argusaugen beobachten.

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Ein Kurz-Intimus meint aber:

"Wenn Kurz zurückkäme, dann wären Christian Stocker und Co. eh schon längst weg vom Ballhausplatz."

Tickende Zeitbombe Landtagswahlen

Offenbar geht man in der ÖVP davon aus, dass die Landeshauptleute von Niederösterreich und Oberösterreich "nicht mehr allzu lange zuwarten werden" angesichts der Umfragelage. Kurz würde erst dann zurückkehren, wenn er eben finanziell komplett unabhängig wäre und eben alle wieder nach ihm rufen würden, sagen Kenner.

Das werde aber eher 2028 oder später der Fall sein. Einen "fliegenden Wechsel" – also Stocker würde in diesem Szenario freiwillig an Kurz das Kanzleramt übergeben – schloss Kurz zuletzt im kleinen Kreis kategorisch aus.

Aber hätte der Unternehmer überhaupt eine Chance, wieder Nummer eins zu werden? Immerhin liegt die FPÖ von Herbert Kickl meilenweit vor der ÖVP.

"Das könnte sich prinzipiell ändern, wenn Kurz mehrere Monate wieder auf der Polit-Bühne stünde und vor allem mit einem klaren Programm antreten würden", glauben Teile seiner Wegbegleiter.

Stocker kämpft aber noch um die ÖVP

Derzeit würde aber Christian Stocker noch um die ÖVP kämpfen. Er tourt bekanntlich durch das Land und versucht seine Partei zu konsolidieren.

Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) und der ÖVP-Generalsekretär Markus Gstöttner. © APA/MAX SLOVENCIK

Mit Markus Gstöttner – dieser arbeitete einst im Kabinett Kurz und verhandelte für Stocker die vergangenen Monate die Reformpartnerschaft – hat der ÖVP-Regierungschef einen neuen Generalsekretär, der die Situation stabilisieren soll.

In der FPÖ wiederum hofft man, dass Sebastian Kurz am Ende mit einer eigenen Liste antreten werde und den Koalitionspartner und Vize von Kickl geben würde. Ausgeschlossen ist diese Variante nicht. Aber Kurz̕ Ziel ist wohl eher, wieder Kanzler zu werden.