Düstere Prognose

DANN verschwindet der Bodensee komplett

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Dass der Bodensee eines Tages nicht mehr existiert, ist schwer vorstellbar. Durch einen natürlichen Prozess könnte der größte See Vorarlbergs in rund 20.000 Jahren jedoch Geschichte sei
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Der Bodensee verändert sich bereits seit der letzten Eiszeit kontinuierlich. Der Hauptgrund für diese Entwicklung liegt im Alpenrhein, der als wichtigster Zufluss jedes Jahr rund 2,5 Millionen Kubikmeter Sediment wie Kies, Geröll und Gesteinsmaterial aus den Alpen in den Bodensee transportiert.

Gesteinsmassen füllen den Bodensee

Ein großer Teil des Materials lagert sich im Bereich des Rheindeltas an der Rheinmündung ab. Fachleute bezeichnen diesen natürlichen Vorgang, bei dem sich Gewässer durch abgelagerte Sedimente nach und nach mit Land auffüllen, als Verlandung. Nach Angaben der Schwäbischen Zeitung büßt der Bodensee dadurch jährlich rund 2,5 Hektar Wasserfläche ein.

Leitdamm bremst die Verlandung

Damit sich Kies und Geröll nicht unmittelbar am Ufer ablagern, wurde bei Fußach ein etwa fünf Kilometer langer Leitdamm errichtet. Die Konstruktion sorgt dafür, dass sich das mitgeführte Material nicht direkt am Ufer anhäuft und dieses verbreitert. Die Verlandung des Bodensees wird dadurch zwar verlangsamt, vollständig aufhalten lässt sich der Prozess jedoch nicht.

Rheindelta dehnt sich aus

Trotz des Leitdamms und weiterer wasserbaulicher Maßnahmen wächst das Rheindelta unaufhörlich weiter. Nach Angaben des Naturschutzvereins Rheindelta entstehen dort jedes Jahr zwei bis drei Hektar neue Landfläche, während sich die Rheinmündung immer weiter in den Bodensee verlagert. Bis der Bodensee tatsächlich vollständig verschwunden ist, werden noch viele Jahrtausende vergehen. Aus geologischer Sicht steht fest: Auch der größte See Vorarlbergs ist nicht für die Ewigkeit bestimmt.