Blutbad an Schule

Das geheime Hass-Netzwerk des Schwert-Killers im Internet

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Eine schreckliche Tragödie erschüttert ganz Schweden und sorgt weltweit für fassungsloses Entsetzen. Bei einer brutalen Schwert-Attacke an einer weiterführenden Schule im schwedischen Fagersta kam für eine junge Schülerin jede Hilfe zu spät.
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In der schwedischen Kleinstadt Fagersta herrscht nach dem brutalen Angriff tiefe Trauer und lähmendes Entsetzen. Ein Schüler der Brinellskolan verschaffte sich am Freitag bewaffnet mit einem mittelalterlichen Schwert Zutritt zu dem Schulgebäude und attackierte gezielt Jugendliche im Schulalltag. Bei dem Amoklauf erlitt eine junge Schülerin so schwere Verletzungen, dass sie noch am Tatort verstarb. Drei weitere Jugendliche wurden bei der brutalen Attacke teils lebensgefährlich verletzt und mussten in die Intensivabteilung des Spitals eingeliefert werden, wo die Mediziner stundenlang um ihr Überleben kämpften.

Die Polizei konnte den mutmaßlichen Angreifer unmittelbar nach der blutigen Tat überwältigen und festnehmen. Ermittelt wird nun wegen des dringenden Verdachts auf Mord und mehrfachen versuchten Mord. Erste Berichte, wonach der Täter von der Polizei angeschossen wurde, dementierten die schwedischen Behörden umgehend. Vor dem Schulgebäude hat sich mittlerweile ein tief berührendes Lichtermeer aus Hunderten Kerzen, Briefen und Blumen gebildet, an dem Mitschüler und Einwohner der Kleinstadt schweigend der Opfer gedenken.

Grausame Spur führt in dunkles Online-Netzwerk

Während die Kriminalpolizei fieberhaft nach dem genauen Motiv sucht, rücken die Online-Aktivitäten des Täters immer stärker in den Fokus der Ermittlungen. Es verdichten sich die Hinweise, dass der Angreifer tief in einer extremistischen Online-Subkultur verwurzelt war. Er soll über mehrere Konten in sozialen Netzwerken mit der berüchtigten True-Crime-Community sowie dem extremistischen Netzwerk namens True Crime Realm in Verbindung gestanden haben. In diesen geschlossenen Foren auf Plattformen wie TikTok und Instagram werden berüchtigte Massenmörder, historische Schul-Amokläufer und rechtsextreme Attentäter wie Helden gefeiert und glorifiziert.

Besonders makaber: Kurz vor der Tat wurde auf TikTok ein Bild hochgeladen, das die mutmaßliche Tatwaffe – das Schwert – auf einer Schultoilette der Brinellskolan zeigen soll. Zudem steht der Verdacht im Raum, dass der Angreifer seine schreckliche Tat mit einer Helmkamera gefilmt und das Videomaterial live im Internet übertragen hat. Experten vermuten, dass der junge Mann dem berüchtigten Trollhättan-Attentäter nachzueifern versuchte.

Ermittler vermuten reines Zufallsopfer

Die schwedische Staatsanwaltschaft unter der Leitung von Ann-Sofi Trossing arbeitet unter Hochdruck an der lückenlosen Aufklärung des Falls. Wie der örtliche Polizeichef Tommy Alriksson in einer ersten Stellungnahme erklärte, deutet derzeit alles darauf hin, dass die getötete Schülerin ein reines Zufallsopfer war. Es gebe keinerlei Hinweise darauf, dass der Täter die Jugendliche persönlich kannte oder gezielt nach ihr gesucht habe. Vielmehr habe er im Schulgebäude wahllos auf die wehrlosen Opfer eingestochen.

Das tragische Ereignis weckt in Schweden schmerzhafte Erinnerungen an ähnliche Angriffe auf Bildungseinrichtungen in der jüngeren Vergangenheit. Der schwedische Regierungschef Ulf Kristersson reiste persönlich nach Fagersta, legte Blumen am Tatort nieder und drückte den betroffenen Familien sein tiefstes Mitgefühl aus. Er betonte in einer emotionalen Ansprache, dass solche Gewalttaten die demokratischen Grundwerte des Landes im Kern erschüttern und alles unternommen werden müsse, um Schulen zu sicheren Orten zu machen.