Ohr schlägt Leck

DAS ist Niederösterreichs Wasser-Flüsterer

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Sherlock Holmes hatte seine Lupe, die EVN-Wassertrupps haben ihre Ohren – und die sind mindestens genauso scharf. Während halb Niederösterreich brav Wasser spart (hoffentlich), plätschert anderswo munter ein Drittel bis die Hälfte des kostbaren Nass einfach ungenutzt in den Boden. Zum Glück gibt es Leute wie Manuel Brixner, die genau das nicht auf sich sitzen lassen.
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Brixner braucht keine Kristallkugel, sondern hochempfindliche Geräte und ein Gehör, das jedes Rauschen in Verdächtiges und Unverdächtiges sortiert. „Ein Leck hat ein frequentes Geräusch in einem gewissen Bereich", erklärt der Wasserdetektiv – und schnappt sich damit tröpfchenweise Verbrecher, die sonst niemand hören würde.

Mann mit dem Millionen-Ohr

Das Ergebnis seiner Feinarbeit: Ein Leck wird auf einen halben Meter genau eingekreist. Da könnten sich so manche GPS-Systeme eine Scheibe abschneiden.

550 Millionen Liter – gerettet per Kopfhörer

Drei Trupps, 1.447 Kilometer Leitungsnetz und rund 100 aufgespürte Bruchstellen pro Jahr – die Bilanz kann sich hören lassen, im wahrsten Sinne des Wortes. EVN-Sprecher Stefan Zach hat die Zahlen parat: Pro Tag werden eineinhalb Millionen Liter Trinkwasser gerettet, macht im Jahr stolze 550 Millionen Liter – der Jahresverbrauch von 10.000 Menschen. Nicht schlecht für eine Truppe, die im Grunde nur ganz genau hinhört.

Anschlusswillige stehen Schlange

Kein Wunder, dass immer mehr Gemeinden bei der EVN anklopfen und um Anschluss an dieses akustische Frühwarnsystem bitten. Wer sein Wasser lieber im Boden versickern als im Glas landen sieht, hat schließlich selbst schuld.