1. Reaktion

Das sagt man in der SPÖ zu Zeilers Kampfansage

© APA/HELMUT FOHRINGER
Parteichef Babler schweigt ++ Bundespartei spielt alles herunter: „Konkrete Schritte wurden nicht getätigt“ ++ Wiener Landespartei deklariert sich nicht, bescheinigt Zeiler aber „spannende Biographie“
Zur Vollversion des Artikels

In der SPÖ hat die Ansage von Gerhard Zeiler, neuer Vorsitzender werden zu wollen, zwar wie eine Bombe eingeschlagen - Babler wollte am Freitagnachmittag vorerst keine Stellungnahme abgeben. Von der Parteizentrale in der Wiener Löwelstraße war nur ein kurzes Statement zu bekommen: „Wir werten die aktuellen Aussagen als ein Angebot, das über die Presse kundgetan wird. Konkrete Schritte wurden nicht getätigt.“

Irritiert über den Begriff „Putsch“

Weiter heißt es: „Es gibt in der SPÖ demokratische Prozesse und einen gewählten Vorsitzenden. Wenn jemand gegen den aktuellen Vorsitzenden kandidieren will, kann und muss er das im Rahmen der statutarischen Möglichkeiten tun. Das impliziert eine Abstimmung unter den Mitgliedern. Irritiert sind wir über die Begrifflichkeit eines “Putsches„. Wir leben in unserer Partei die Demokratie und orientieren uns nicht am Vorbild einer Militärjunta.“

Den Begriff Putsch hat allerdings eine Online-Plattform verwendet - und nicht der Herausforderer Gerhard Zeiler.

Wiener SPÖ deklariert sich nicht

In der Wiener SPÖ wollte man am Freitag (noch) nicht sagen, ob man dem Angebot Zeilers nähertreten will - oder ob Bürgermeister Michael Ludwig den amtierenden Parteichef Babler halten will. Immerhin: Zeiler sei eine „Persönlichkeit mit einer spannenden Biographie“ und hoher Kompetenz, war zu hören. Tatsächlich ist Zeiler ein Ur-Wiener, der Medienmanager stammt aus dem tiefsten Ottakring.