Durch Prater futtern

Der Prater ist auch zum Anbeißen

© WienTourismus/Rafael Bittermann
Man kennt ihn sonst eher beim Durchschneiden von Bändern oder beim Anpreisen von Sehenswürdigkeiten – diesmal hat sich WienTourismus-Chef Norbert Kettner allerdings einladen lassen, um sich durch den Wurstelprater zu futtern.
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Der Wiener Praterverband bat zur kulinarischen Testfahrt, und Kettner ließ sich nicht zweimal bitten.

„Beim Prater denken die meisten sofort an Fahrgeschäfte, Karussells und Achterbahnen", erklärt Praterverbands-Präsidentin Silvia Lang – offenbar bevor sie selbst auf den Geschmack kam. Denn ganz nebenbei sorgen rund 50 Gastronomiebetriebe dafür, dass man zwischen Geisterbahn und Ringelspiel auch ordentlich zulangen kann. Vom schnellen Snack bis zur Cocktailbar ist im Prater alles vertreten.

Ein Magen, viele Stationen

Kettner selbst zeigte sich pathetisch angetan: Der Prater sei „ein Fixpunkt" für internationale Gäste, die kulinarische Vielfalt „steht beispielhaft für das, was Wien ausmacht". Ob dieser Satz vor oder nach dem dritten Schnitzel fiel, ist nicht überliefert.

Die Tour selbst liest sich wie ein Trainingsplan für Wettesser: Los ging's bei „Zum Kaiser" am Riesenradplatz, dann ein Zwischensnack bei „Buddys Grillspezialitäten", weiter zum „Englischen Reiter", natürlich ins Schweizerhaus – wo spätestens hier vermutlich das erste Stamperl fällig war – und schließlich noch ein Abstecher ins Bio-Restaurant „Luftburg – Kolarik im Prater". Süße und pikante Häppchen von den Praterständen hielten die Truppe bei Laune, bevor der Abend standesgemäß in der Cocktailbar „The Popp" ausklang. Ob Kettner am nächsten Tag noch aufs Riesenrad wollte, ist nicht dokumentiert – verständlich wäre es allemal.