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Diese 3 Energie-Aktien zeigen gerade ihre Muskeln

© Deutsche Rohstoff
Während KI-Aktien die Schlagzeilen dominieren, liefert auch der Energiesektor spannenden Stoff für Anleger – zwischen Wasserkraft-Dürre, Öl-Comeback und Rohstoff-Rally.
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Drei Beispiele aus Österreich und Deutschland zeigen, wie unterschiedlich die Energiewende an der Börse gerade verläuft.

OMV (Österreich)

Der heimische Öl- und Gas-Riese aus Wien zeigt sich 2026 von seiner robusten Seite. Die OMV-Aktie kostet aktuell rund 67,60 Euro und notiert damit nur knapp unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 68,80 Euro.  Auf Jahressicht hat die Aktie ein Plus von über 40 Prozent verbucht. Mit dem Joint Venture Borouge Group International gemeinsam mit ADNOC entsteht ein globaler Polyolefin-Riese, nach eigenen Angaben weltweit die Nummer vier der Branche. Aktionäre dürfen sich zudem über eine Dividende von 3,15 Euro je Aktie freuen.

OMV wirtschaftet effizient. © OMV

Auch operativ liefert der Konzern solide Argumente: Für das Gesamtjahr 2026 rechnet OMV mit einem durchschnittlichen Ölpreis von 65 US-Dollar pro Fass und einem Gaspreis von im Schnitt 30 Euro je Megawattstunde, bei Investitionen von 3,2 Milliarden Euro. Bis 2030 peilt der Konzern deutlich höhere Ziele an: Ein operativer Cashflow von über 6,0 Milliarden Euro und ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von über 9,0 Euro sollen die Ertragsbasis breiter aufstellen. Rückenwind liefert dabei auch das Raffineriegeschäft, dessen Marge zuletzt kräftig zulegte – befeuert von Versorgungsengpässen im Nahen Osten und EU-Sanktionen gegen russische Raffinerieprodukte.

Verbund (Österreich)

Österreichs größter Stromkonzern kämpft 2026 mit einem hausgemachten Problem der Natur: Die Trockenheit ist die stärkste seit Beginn der hydrologischen Aufzeichnungen, wie Verbund-Chef Michael Strugl bei der Halbjahrespressekonferenz betonte. Der Gewinn brach im ersten Halbjahr um mehr als ein Drittel auf 518 Millionen Euro ein, der Umsatz sank um 11 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro. Die Aktie notiert entsprechend rund 13 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Doch der Konzern reagiert: In Spanien wurden neue Solarprojekte mit 78 Megawatt in Betrieb genommen, das dortige Portfolio wächst damit auf 707 Megawatt. Ein klares Signal, die Abhängigkeit von heimischen Flüssen zu verringern.

Beim Verbund läuft's. © Bloomberg via Getty Images

Die Zahlen im Detail zeigen, wie sehr das Wetter zum Bilanz-Faktor wird: Der Erzeugungskoeffizient der Laufwasserkraftwerke lag im ersten Quartal bei nur 0,78 – deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt von 1, im Juli rutschte er sogar auf 0,65 ab. CEO Strugl bringt es auf den Punkt: „Uns fehlt schlicht ein Drittel der Wassermenge." Immerhin: Der Ausblick für 2026 sieht weiterhin ein EBITDA zwischen 2.100 und 2.500 Millionen Euro sowie eine Ausschüttungsquote von 45 bis 55 Prozent vor – Verbund bleibt also trotz Dürre-Delle auf Kurs Richtung Dividendenkontinuität.

Der Deutsche Rohstoff Konzern ist im Wesentlichen in die Bereiche Energie und strategische und Batterie-Metalle aufgeteilt. © Deutsche Rohstoff

Deutsche Rohstoff (Deutschland)

Der deutsche Rohstoffkonzern zählt zu den heimlichen Stars der europäischen Energiewerte. Seit Jahresbeginn steht ein Kursplus von über 61 Prozent zu Buche. Parallel dazu fährt das Unternehmen seine Produktion hoch und erhöhte zuletzt sogar die Dividende – ein seltenes Kunststück in einem Sektor, der sonst eher von Preisschwankungen und Investitionsdruck geprägt ist.

Damit setzt sich der Konzern deutlich von anderen europäischen Öl- und Gaswerten ab, die 2026 eher mit Gegenwind kämpfen. Während Wettbewerber wie Equinor ihre Strategie zuletzt neu ausrichteten und sich stärker auf klassische Ölfelder konzentrierten, fährt Deutsche Rohstoff seinen Wachstumskurs unbeirrt weiter – ein Beleg dafür, dass auch kleinere, spezialisierte Energiewerte abseits der Branchenriesen 2026 zu den Gewinnern zählen können.