Bauchtraining bedeutet nicht automatisch, sich auf den Boden zu legen und unzählige Crunches zu machen. Auch im Stehen lässt sich die Körpermitte gezielt fordern. Der Vorteil: Die Übungen sind unkompliziert, brauchen kaum Platz und verbinden Core-Training mit Bewegung, Koordination und Balance. Gerade für alle, die klassische Sit-ups langweilig finden oder im Alltag keine Lust auf ein komplettes Workout haben, sind stehende Übungen eine gute Alternative.
1. Rumpfrotationen
Stellen Sie sich hüftbreit hin und legen Sie die Hände an den Hinterkopf. Die Ellbogen zeigen weit nach außen. Drehen Sie nun den Oberkörper kontrolliert nach rechts und anschließend nach links. Die Hüfte bleibt dabei möglichst stabil, die Bewegung kommt aus dem Oberkörper. Nicht mit Schwung arbeiten, sondern langsam rotieren.
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2. Knie zum gegenüberliegenden Ellbogen
Bleiben Sie aufrecht stehen und legen Sie die Hände hinter den Kopf. Heben Sie das rechte Knie an und drehen Sie den Oberkörper so, dass sich der linke Ellbogen in Richtung Knie bewegt. Danach wechseln Sie die Seite. Die Bewegung sollte bewusst und kontrolliert ausgeführt werden. Versuchen Sie nicht, Knie und Ellbogen mit Gewalt zusammenzubringen.
3. Seitlicher Bein-Puls
Verlagern Sie das Gewicht auf ein Bein und heben Sie das andere Bein seitlich an. Halten Sie den Oberkörper möglichst ruhig und führen Sie mit dem angehobenen Bein kleine, kontrollierte Bewegungen nach oben aus. Der Bauch bleibt während der gesamten Übung angespannt. Danach Seite wechseln.
4. Stehender Crunch-Twist
Strecken Sie beide Arme nach vorne. Heben Sie nun ein Knie diagonal nach oben und drehen Sie den Oberkörper in Richtung des Knies – ähnlich wie bei einem Crunch, nur im Stehen. Danach kontrolliert zurück in die Ausgangsposition und die Seite wechseln.
5. Russian Twist im Stehen
Stellen Sie die Füße etwa hüftbreit auseinander und halten Sie die Hände vor der Brust.Rotieren Sie den Oberkörper langsam nach rechts und links. Für eine zusätzliche Herausforderung können Sie dabei etwas Gewicht dazunehmen wie eine kleine Hantel oder Wasserflasche.
6. Vorbeuge mit Rotation
Beugen Sie den Oberkörper mit geradem Rücken nach vorne, bis er ungefähr parallel zum Boden ist. Spannen Sie den Bauch an, Strecken Sie die Arme aus und drehen Sie den Oberkörper langsam zur rechten Seite und anschließend zur linken.
So bauen Sie das Mini-Workout auf
Für ein kurzes Bauchtraining können Sie die sechs Übungen einfach hintereinander absolvieren. Starten Sie beispielsweise mit 30 Sekunden pro Übung, machen Sie dazwischen 15 bis 30 Sekunden Pause und wiederholen Sie den gesamten Ablauf zwei- bis dreimal.
Übrigens: Bauchtraining verbrennt nicht gezielt Bauchfett. Die Übungen stärken zwar die Bauch- und Rumpfmuskulatur, sie sorgen aber nicht dafür, dass Fett ausschließlich am Bauch verschwindet. Wo der Körper Fett abbaut, lässt sich nicht durch einzelne Übungen bestimmen. Für eine starke Körpermitte lohnt sich das Training trotzdem.