Mitten auf der Bühne

DIESE Rapperin attackiert Austo-Star Andreas Gabalier

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Beim Glücksgefühle-Festival ist der Streit um politische Aussagen endgültig eskaliert. Rapperin Nura nutzte ihren Auftritt für eine klare Ansage – und nahm dabei auch Österreich-Star Andreas Gabalier ins Visier.
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Nura stand am Freitag auf der Dopamin Stage. In einem Video, das die Rapperin selbst auf Instagram veröffentlichte, ist ihre deutliche Ansage zu hören: "Fick Andreas Gabalier."

Wenig später legte sie auf der Bühne nach und stellte die Frage, die seit Tagen über dem Festival schwebt: "Andreas Gabalier darf hier auftreten und Alphaville nicht, oder was?"

Laut "Rhein-Neckar-Zeitung" reagierten zahlreiche Besucher mit Jubel. Warum Nura ausgerechnet Gabalier als Gegenbeispiel auswählte, erklärte sie dabei nicht näher.

Alphaville löste den politischen Streit aus

Hintergrund ist der Eklat um Alphaville. Die Band sollte ursprünglich ebenfalls am Freitag beim Glücksgefühle-Festival am Hockenheimring auftreten.

Doch zuvor war ein Streit über politische Aussagen von Sänger Marian Gold entstanden. Gold hatte sich bei Auftritten unter anderem gegen Rechtsextremismus sowie für Demokratie, Freiheit und Toleranz ausgesprochen.

Die Festivalveranstalter wollten ihre Veranstaltung dagegen möglichst "unpolitisch" halten. Nachdem keine Einigung darüber erzielt wurde, ob Alphaville auf politische Aussagen verzichten würde, wurde die Band zunächst aus dem Programm genommen.

Alphaville reagierte empört und sprach von einem "Maulkorberlass".

Veranstalter ruderten wieder zurück

Nach massiver öffentlicher Kritik änderten die Veranstalter ihre Entscheidung. Sie entschuldigten sich und luden Alphaville wieder ein.

Die Band lehnte das Angebot jedoch ab und kündigte an, ihre vereinbarte Gage zu spenden. Damit war der Streit allerdings längst nicht beendet.

Nura: "Ich bin schwarz"

Bei ihrem Auftritt machte Nura deutlich, dass sie die Vorstellung eines völlig unpolitischen Festivals nicht nachvollziehen kann.

Dabei verwies sie auch auf ihre eigene Person und sagte zu ihrem Publikum: "Ich bin schwarz, wollt ihr mich verarschen?"

Für die Rapperin lassen sich ihre eigene Biografie und ihre Musik offenbar nicht von gesellschaftspolitischen Themen trennen. Während ihres Auftritts positionierte sie sich zudem ausdrücklich gegen rechts.

Damit wurde Nuras Show zu einem weiteren politischen Statement auf einem Festival, das eigentlich bewusst unpolitisch bleiben wollte.