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Diese Statistik macht Rapid schon zum Meister

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Rapids Erfolgsserie hält auch im Cup, doch vor dem großen Wiener Derby sorgt eine historische Statistik für Aufsehen. Die Zahlen lassen die Fans schon vom Meistertitel träumen.
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Das kleine Wiener Derby ist gewonnen, das große kann kommen. Rapid setzte sich am Dienstagabend im ÖFB-Cup gegen die Vienna mit 3:0 durch, feierte den siebenten Pflichtspielsieg in Folge und steht im Viertelfinale. Am Sonntag wartet die Austria.

Doch ausgerechnet Kapitän Matthias Seidl fand nach dem nächsten Erfolg auch kritische Worte. "Das haben wir uns über Monate erarbeitet, dass es so für uns läuft, man auch gewinnt, wenn man einmal nicht so top spielt", sagte er. Eine Glanzleistung war der Auftritt auf der Hohen Warte tatsächlich nicht. Umso erstaunlicher ist eine historische Statistik, die Rapids Saisonstart in einem ganz anderen Licht erscheinen lässt.

Demir trifft, Mbuyi macht alles klar

Yusuf Demir brachte die Hütteldorfer mit einem sehenswerten Linksschuss in Führung (18.). Danach vergab ausgerechnet Ex-Rapidler Bernhard Zimmermann eine große Ausgleichschance.

Erst nach der Pause sorgte Claudy Mbuyi für klare Verhältnisse. Der Stürmer, erstmals seit seiner Pause wieder in der Startelf, traf nach Vorarbeit von Petter Nosa Dahl (69.) und Marco Tilio (86.) doppelt. Dazwischen musste Rapid-Keeper Niklas Hedl bei einem Kopfball eingreifen und lenkte den Ball an die Latte.

Auch Trainer Johannes Hoff Thorup sah Verbesserungsbedarf. "Wir waren nicht auf unserem besten Niveau", räumte der Däne ein.

Fünfmal neun Siege – fünfmal Meister

Die eigentliche Überraschung liefert allerdings die Statistik. Laut Opta by Stats Perform haben in der Geschichte der österreichischen Bundesliga erst fünf Mannschaften neun ihrer ersten zehn Saisonspiele gewonnen. Und alle fünf holten am Ende den Meistertitel.

Red Bull Salzburg gelang dieser Traumstart 2018/19, 2019/20 und 2021/22. Wacker Innsbruck schaffte es 1999/2000. Rapid selbst steht ebenfalls in dieser exklusiven Liste: 1987/88 starteten die Hütteldorfer mit neun Siegen aus zehn Spielen und wurden Meister.

Nun hat Rapid dieses Kunststück wiederholt. Nach zehn Runden stehen 27 Punkte und ein Torverhältnis von 31:9 zu Buche. Mit 31 Treffern stellt Grün-Weiß den besten Angriff der Liga.

Nur zweimal war Rapid nach zehn Bundesligaspielen ähnlich torhungrig: 1985/86 mit 36 Treffern und 1986/87 mit ebenfalls 31. Auch die Konstanz beeindruckt: Rapid hat in allen zehn bisherigen Ligaspielen getroffen. Zuletzt gelang dem Klub ein solcher Saisonstart 2022/23.

Austria taumelt auch unter Uhlig

Während Rapid von Sieg zu Sieg eilt, wird die Lage beim Erzrivalen immer ungemütlicher. Die Austria ist auch nach dem Trainerwechsel von Stephan Helm zu Max Uhlig nicht aus ihrer Krise gekommen.

Beim Debüt des 33-jährigen Interimstrainers schieden die Violetten am Dienstag gegen Hartberg im Cup-Achtelfinale aus. Johannes Eggestein brachte die Austria in Führung (26.), Oliver Lukic glich noch vor der Pause aus (44.). Nach Verlängerung setzte sich Hartberg im Elfmeterschießen mit 5:3 durch. Valentino Müller scheiterte dabei an Torhüter Luka Maric.

Für die Austria war es die vierte Pflichtspielniederlage in Folge. In der Bundesliga liegen die Favoritner nach zehn Runden bereits 20 Punkte hinter Rapid.

Austria-Sportvorstand Tomas Zorn (links) und Neo-Trainer Max Uhlig vor dem Cup-Aus gegen Hartberg. Der Trainerwechsel brachte den Veilchen noch keine Trendwende. © GEPA pictures

Derby-Statistik macht Austria Hoffnung

Doch gerade das große Wiener Derby hat seine eigenen Gesetze. Und die Zahlen sprechen diesmal nicht nur für Grün-Weiß.

Von den vergangenen zehn Bundesliga-Heimderbys gegen Rapid verlor die Austria nur eines. Viermal gewannen die Violetten, fünfmal gab es ein Unentschieden. In der vergangenen Saison blieb die Austria sogar in allen vier Meisterschaftsderbys ungeschlagen und gewann drei davon.

Am Sonntag (17 Uhr, live auf Sky und ORF) empfängt die Austria den Tabellenführer in der Generali-Arena. Für Rapid geht es um den nächsten Schritt in einer bislang außergewöhnlichen Saison. Für die Austria darum, den Schritt aus der Krise ausgerechnet im Derby zu schaffen.