Dürre-Alarm
DIESES Land droht komplett auszutrocknen
234 der 298 Gemeinden des Landes seien von niedrigen Wasserständen, Ernteausfällen und durch die Trockenheit verursachtem Viehsterben betroffen, erklärte die Regierung am Mittwoch. Dies bedrohe die Versorgungssicherheit. An der Spitze der 75 Gebiete, für die die höchste Alarmstufe Rot ausgerufen wurde, steht die Hauptstadt Tegucigalpa mit 1,7 Millionen Einwohnern.
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"Diese Krise wird bis März oder April nächsten Jahres dauern", warnte der honduranische Präsident Nasry Asfura und kündigte daher Notfallmaßnahmen an wie das Bohren neuer Brunnen, den Bau neuer Wasserspeicher und Lebensmittellieferungen in die am stärksten betroffenen Gebiete des Landes. Das Welternährungsprogramm (WFP) der Vereinten Nationen hatte kürzlich die Einschätzung abgegeben, dass Zentralamerika mit Ländern wie Honduras am schwersten von durch den gegenwärtigen El Niño verstärktem Hunger betroffen sein wird. UNO-Generalsekretär António Guterres erklärte vergangenen Monat, El Niño gieße Öl ins Feuer bei einem Planeten, "der schon in Flammen steht".
Zusätzlich zur fortschreitenden Erderwärmung verstärkt derzeit El Niño Probleme wie Dürren. Bei dem natürlich auftretenden Klimaphänomen erwärmt sich die Wasseroberfläche im östlichen und zentralen Pazifik nahe des Äquators, was weltweit Auswirkungen auf Wind, Luftdruck und Niederschläge hat. In der Folge steigt das Risiko für Wetterextreme. Üblicherweise tritt das Phänomen El Niño alle zwei bis sieben Jahre auf und dauert zwischen neun und zwölf Monate an.