Für die Untersuchung werteten Forscher Daten von mehr als 100.000 Teilnehmern der britischen UK Biobank aus. Die 40- bis 69-Jährigen trugen zwischen 2013 und 2015 jeweils sieben Tage lang einen Bewegungssensor am Handgelenk. Anschließend wurden ihre Gesundheitsdaten im Schnitt rund acht Jahre lang beobachtet.
In dieser Zeit starben 1.697 Teilnehmer, 502 davon an Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Die Forscher verglichen anschließend verschiedene Kombinationen aus täglicher Schrittzahl und Gehtempo. Dabei zeigte sich: Menschen, die weniger als 5.000 Schritte pro Tag gingen, hatten bei einem höheren Tempo ein geringeres Sterberisiko als Teilnehmer mit ähnlich wenigen Schritten, die langsamer unterwegs waren.
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Auch bei denjenigen, die langsamer gingen, zeigte sich ein Zusammenhang: Wer zwischen 5.000 und 7.500 Schritte täglich schaffte, hatte ebenfalls ein geringeres Risiko.
7.500 bis 10.000 Schritte mit niedrigstem Risiko
Am niedrigsten war das Risiko für einen vorzeitigen Tod in der Gruppe, die täglich zwischen 7.500 und 10.000 Schritte zurücklegte. In diesem Bereich spielte das Gehtempo offenbar eine geringere Rolle.
Unabhängig von der gesamten Schrittzahl war ein höheres Tempo jedoch ebenfalls mit einem geringeren Sterberisiko verbunden. Wer über den Tag verteilt mindestens 30 Minuten mit höherer Schrittfrequenz unterwegs war, zeigte in der Studie einen entsprechenden Zusammenhang.
Die 30 Minuten mussten dabei nicht am Stück absolviert werden. Betrachtet wurden die 30 aktivsten Gehminuten des jeweiligen Tages. Als möglichen Richtwert nennen die Forscher etwa 90 bis 100 Schritte pro Minute.
Wenig Zeit? Dann lieber etwas schneller gehen
Für Menschen, die im Alltag nur schwer auf viele Schritte kommen, könnten die Ergebnisse besonders interessant sein. Wer weniger Zeit für Bewegung hat, könnte demnach zumindest teilweise von einem höheren Gehtempo profitieren.
Allerdings handelt es sich um eine Beobachtungsstudie. Sie zeigt Zusammenhänge, beweist aber nicht, dass eine bestimmte Schrittzahl oder ein bestimmtes Tempo direkt für eine längere Lebenserwartung sorgt.
Fest steht laut den Forschern dennoch: Bewegung ist wichtig – und wer nicht auf viele Schritte kommt, muss deshalb nicht komplett auf gesundheitliche Vorteile verzichten. Auch ein zügiger Spaziergang kann eine Möglichkeit sein, mehr Bewegung in den Alltag zu bringen.