Das ändert sich

Disney+ führt Werbung auch für teure Abos ein

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Neue Nutzungsbedingungen bringen Werbung für ALLE kostenpflichtigen Abos des Streaming-Giganten.
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Wer ohne Werbung streamen möchte, muss schon seit geraumer Zeit tief(er) in die Tasche greifen: Nur noch mit Premium-Abos sieht man seine Lieblingsserien und -Filme ohne lästige Werbeunterbrechungen.

Werbefreie Abos bot der Disney+ in Österreich bislang ab 10,99 Euro/Monat oder 109,90 Euro/Jahr an. Das teurere Premium-Abo kommt auf 15,99 Euro/Monat oder 159,90 Euro im Jahr. Doch jetzt gibt es neue Nutzungsbedingungen, die es in sich haben!

Neue Nutzungsbedingungen

Kunden von Disney+ müssen jetzt beim Einloggen neue Nutzungsbedingungen akzeptieren. Was passiert, wenn man sie ablehnt, wurde in einem E-Mail, das an alle Abonnent:innen ging, nicht ausgeführt. Es ist anzunehmen, dass eine weitere Nutzung des Dienstes dann einfach nicht möglich sein wird.

Der Teufel versteckt sich in dem langen Text des E-Mails, den die meisten im besten Fall überfliegen oder gar nicht lesen. Da steht nämlich: "Wir haben klargestellt, dass alle Abo-Optionen Folgendes enthalten können: (i) Werbeinhalte, (ii) Sponsoring und (iii) Werbung vor/nach der Wiedergabe von Inhalten sowie in Kanälen, Live/Wie-Live-Inhalten, Sonderereignissen und sämtlichen Inhalten von Drittanbietern."

Werbung für alle

Zusammengefasst bedeutet das: Auch wenn man tief in die Tasche greift und ein teures Premium-Abo wählt, wird man künftig mit unerwünschter Werbung belästigt. Werbefreie Abos gehören bei Disney+ der Vergangenheit an. Informationen in welcher Form und in welchem Umfang die Werbung ausgepielt wird, sucht man vergeblich.

Auf Nachfrage von golem.de nimmt Disney+ zu den Änderungen Stellung: "Bei Live-Sportübertragungen können, wie in der Branche üblich, Sponsoring-Elemente und Werbeeinblendungen enthalten sein." Darüber hinaus umfasse der der Nutzungsvertrag auch Hinweise auf Inhalte wie Trailer zu Disney-Filmen und Serien, die vor der Wiedergabe eines Titels gezeigt werden können. Entsprechende Regelungen seien bereits Teil des bisherigen Disney+-Nutzungsvertrags gewesen, heißt es in dem Statement.