Fünf Forderungen

Dürre: 28.844 oö. Bauern haben heuer Einkommenseinbruch

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28.844 land- und forstwirtschaftliche Betriebe in Oberösterreich sorgen für eine Bruttowertschöpfung von rund 2,9 Milliarden Euro. Die künftigen Förderungen werden auf EU-Ebene gerade ausverhandelt.
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„Dürre, schwankende Einkommen und steigende Erwartungen stellen unsere bäuerlichen Familienbetriebe vor große Herausforderungen. Der Grüne Bericht Oberösterreich zeigt, wie sich unsere Land- und Forstwirtschaft entwickelt – und wo wir die richtigen Weichen für die Zukunft stellen müssen", sagt Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger (ÖVP). Im Dreijahresmittel 2023 bis 2025 lag das Einkommen bei 51.094 Euro je Betrieb bzw. 39.157 Euro je betrieblicher Arbeitskraft. 2025 waren es durchschnittlich 54.271 Euro je Betrieb bzw. 40.221 Euro je Arbeitskraft. Für 2026 zeichnet sich jedoch wieder eine rückläufige Entwicklung ab. "Entscheidend ist nicht ein einzelnes gutes Jahr, sondern eine verlässliche Perspektive für unsere Betriebe. Wer einen Hof führt, investiert und plant über viele Jahre und Generationen. Deshalb brauchen unsere bäuerlichen Familienbetriebe Rahmenbedingungen, die langfristige Sicherheit geben und nicht nur von einem Wirtschaftsjahr zum nächsten tragen", betont Langer-Weninger.

„Am Ende geht es nicht darum, Geld für das bloße Bewirtschaften von Flächen auszuzahlen. Es geht um Leistungen, die wir als Gesellschaft wollen und von denen wir alle profitieren: gepflegte Wiesen und Almen, eine intakte Kulturlandschaft, Umweltleistungen und Lebensmittel aus der Region", sagt Langer-Weninger und spricht von fünf zentralen Punkte, auf die künftig ein Schwerpunkt gelegt werden soll:

  1. Verringerung des bürokratischen Aufwands
  2. Faire Erzeugerpreise und Einkommen
  3. Durchgängige Herkunftskennzeichnung
  4. Maßnahmen zur Kostenentlastung
  5. Beibehaltung der Direktzahlungen und Ausgleichszahlungen

"Wir können nicht beeinflussen, wann es regnet. Aber wir können dafür sorgen, dass unsere Landwirtschaft mit Trockenheit und Wetterextremen besser umgehen kann. Klimaanpassung passiert nicht irgendwann – sie passiert heute auf unseren Feldern, Wiesen und in unseren Wäldern. Dafür brauchen unsere Betriebe die richtigen Werkzeuge und die notwendige Unterstützung. Die GAP 2028+ muss deshalb auch eine GAP für mehr Resilienz sein“, unterstreicht Langer Weninger.
Mit der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) 2028+ steht die europäische Agrarpolitik vor einer grundlegenden Neuausrichtung. Die konkrete Ausgestaltung wird derzeit auf EU-Ebene verhandelt.