Hilfe gefordert

Dürre bringt Milchbauern in OÖ in Bedrängnis

© IG Milch/KK
Die IG Milch schlägt nun Alarm. Die oö. Milchbauern geraten wegen der Trockenheit und Dürre immer weiter unter Druck. Jetzt wird sogar das Futter knapp.
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OÖ. Die anhaltende Trockenheit bringt Österreichs Milchbauern zunehmend in Bedrängnis. Besonders betroffen sind laut Interessengemeinschaft (IG) Milch derzeit Betriebe in Oberösterreich, Salzburg und Niederösterreich. Wegen der Hitze wächst auf vielen Wiesen kaum noch Gras. Zahlreiche Landwirte müssen deshalb bereits jetzt auf Heu und Silage zurückgreifen, die eigentlich als Futter für den Winter vorgesehen waren.

Noch nie dagewesene Situation

Der Obmannstellvertreter der IG Milch, Andreas Hetzlinger aus Pram im Bezirk Grieskirchen, spricht von einer bisher nicht erlebten Situation. Viele Kühe könnten aufgrund der ausgetrockneten Weiden nicht mehr ausreichend grasen und müssten im Stall versorgt werden. Gleichzeitig werde auch der Zukauf von Futtermitteln schwieriger, weil die Dürre weite Teile Europas betrifft.

Milchpreise fallen seit zwei Jahren

Zusätzlich geraten die Betriebe wirtschaftlich unter Druck. Nach Angaben der Interessenvertretung sinken die Milchpreise seit zwei Jahren, während die Produktionskosten weiter steigen. Gleichzeitig erhöhe das größere Angebot an Schlachttieren den Preisdruck. Viele Höfe verfügten deshalb kaum noch über finanzielle Reserven.

Die IG Milch fordert daher rasche Unterstützung durch die Politik. Vorgeschlagen werden unter anderem Dürreausgleichszahlungen aus dem Katastrophenfonds, eine nationale Futtermittelbörse, Zuschüsse für Futtermitteltransporte sowie ein Krisenstab mit Vertretern der Landwirtschaft, um die Versorgung der Betriebe langfristig sicherzustellen.