Etragsrückgang

Dürre stößt Zucker-Industrie in die Krise

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Aufgrund der Rekord-Trockenheit und Hitze erwartet der "Wiener Zucker"-Mutterkonzern Agrana eine "deutlich geringere" Zuckerrübenmenge.
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"Für eine belastbare Gesamteinschätzung ist es derzeit jedoch noch zu früh", sagte Agrana-Sprecher Markus Simak auf APA-Anfrage. Die endgültige Entwicklung werde "wesentlich von den Niederschlägen im August und September abhängen".

Die Agrana verarbeitete die vorjährige Ernte im Umfang von 1,9 Millionen Tonnen Zuckerrüben von Herbst 2025 bis Jänner 2026 in der Zuckerfabrik Tulln zu 310.000 Tonnen Zucker. Der Spezialversicherer Hagelversicherung rechnete zuletzt für viele Kulturen, unter anderem Mais und Zuckerrüben, mit einem dürrebedingten Ertragsrückgang von rund einem Viertel.

Seit der Schließung der Agrana-Zuckerfabrik in Leopoldsdorf im Marchfeld (Bezirk Gänserndorf) im Frühjahr 2025 hat sich die Rübenanbaufläche in Österreich mehr als halbiert. Als einziger Zuckerproduzent Österreichs vereinbart die Agrana die jährliche Zuckerrübenanbaufläche mit den heimischen Rübenbauern. Mitte Juli wurde hierzulande nur mehr auf 20.900 Hektar Zuckerrüben angebaut, im Vorjahr waren es 25.000 Hektar, geht aus der Flächenauswertung der AMA-Mehrfachanträge hervor. Vor zwei Jahren waren es noch 43.400 Hektar.